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    Düsseldorf

    Röttgen soll NRW-CDU führen

    Bundesumweltminister Norbert Röttgen kann als künftiger CDU-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen auf den Zuspruch von Kanzlerin Angela Merkel bauen. Merkel wertete das Votum der Basis des größten CDU-Landesverbandes als Zeichen der Stärke Röttgens auch in Berlin.

    Norbert Röttgen
    Bundesumweltminister Norbert Röttgen wird Nachfolger von Jürgen Rüttgers als Chef der Landes-CDU.

    «Sie freut sich, einen starken Umweltminister im Kabinett zu haben», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Auch aus der NRW-CDU bekam Röttgen Rückhalt für seine Aufgabe, den Neuanfang der Partei einzuleiten.

    Die Parteibasis entschied sich mit klarer Mehrheit in einer Mitgliederbefragung für den 45-jährigen Röttgen als künftigen Vorsitzenden. Er soll die rot-grüne Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) herausfordern. Röttgen hat auch gute Aussichten, auf dem CDU-Bundesparteitag in zwei Wochen zu einem der Stellvertreter von Parteichefin Merkel gewählt zu werden.

    Die als sicher geltende Wahl Röttgens zum Landeschef beim CDU-Parteitag am kommenden Samstag sei allerdings kein so ungewöhnlicher Vorgang für einen Bundesminister, sagte Regierungssprecher Seibert. Auch andere CDU-Spitzen im Kabinett hätten führende Parteiaufgaben.

    CDU-Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann gratulierte dem Umweltminister. «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm», erklärte Laumann, der Röttgens unterlegenen Konkurrenten Armin Laschet unterstützt hatte. Laumann setzt darauf, «als Tandem» mit Röttgen die Menschen von der Arbeit der CDU zu überzeugen. Laschet sei «in einem fairen Wahlkampf in demokratischer Befragung unterlegen». Gewonnen habe die CDU in NRW. Nach Ansicht der Jungen Union kann sich die CDU jetzt «auch inhaltlich wieder als glaubwürdige Alternative aufstellen».

    Röttgen erhielt in der am Sonntag beendeten Mitgliederbefragung 54,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auf den einzigen Gegenkandidaten, den früheren NRW-Integrationsminister Laschet, entfielen 45,2 Prozent. Das teilte der scheidende Landesvorsitzende Jürgen Rüttgers mit. An der Abstimmung nahmen fast 52 Prozent der knapp 158 000 CDU-Mitglieder in NRW teil. Die Wahl Röttgens beim CDU- Landesparteitag gilt als sicher. Laschet will dort nicht antreten.

    Der Umweltminister hat seinen Erfolg in der Mitgliederbefragung gegen das Parteiestablishment der Landes-CDU errungen. Sein Rivale Laschet war von Laumann, NRW-Generalsekretär Andreas Krautscheid und der großen Mehrheit der Kreisvorsitzenden unterstützt worden. Während Laumann als gewählter Vorsitzender der CDU-Abgeordneten im Amt bleiben kann, wird sich Röttgen voraussichtlich nach einem neuen Generalsekretär umschauen.

    Röttgen sagte, die CDU gehe geschlossen aus der Mitgliederbefragung hervor. «Das werden wir jetzt als Opposition deutlich machen», sagte er in Richtung der rot-grünen Minderheitsregierung. Er werde als Landesvorsitzender in NRW selbstverständlich» politisch präsent sein. Röttgen will die CDU als Spitzenkandidat in die nächste Landtagswahl führen. Er ist bereit, auch als Oppositionsführer nach Düsseldorf zu wechseln, falls die CDU die Wahl verliert.

    Die Wahl zwischen Röttgen und Laschet galt nicht als Richtungsentscheidung. Beide sind Vertreter der liberalen Großstadt- CDU und wollen ihre Partei zu den Grünen hin öffnen. Die NRW-Grünen gratulierten Röttgen. «Wir sind gespannt, ob er einen Kurs der Erneuerung der CDU in NRW einschlägt und die Partei aus der gescheiterten Rüttgers-Ära heraus führen kann», sagten die Landesvorsitzenden der NRW-Grünen, Monika Düker und Sven Lehmann. SPD-Generalsekretär Michael Groschek sagte, mit dem Votum für Röttgen habe sich die CDU-Basis «vor allem gegen das System Rüttgers entschieden».

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