40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Deutschland & Welt
  • » Protest nach Mord an kritischem Fotografen in Mexiko
  • Aus unserem Archiv
    Mexiko-Stadt

    Protest nach Mord an kritischem Fotografen in Mexiko

    Die Vereinten Nationen haben den Mord an einem kritischen Pressefotografen in Mexiko scharf verurteilt.

    Proteste in Mexiko-Stadt
    Kollegen des ermordeten Fotojournalisten Rubén Espinosa prangerten in Mexiko-Stadt die Gewalt gegen Journalisten und weit verbreitete Straflosigkeit an.
    Foto: Mario Guzman - dpa

    «Sollte sich herausstellen, dass der Mord im Zusammenhang mit seiner journalistischen Arbeit stand, wäre das ein schwerer Anschlag auf die Pressefreiheit», hieß es am Montag in einer Stellungnahme des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Die Behörden müssten den Fall aufklären und Journalisten künftig besser schützen.

    Protest in Mexiko-Stadt
    Journalisten-Kollegen erinnern bei einer Protestveranstaltung in Mexiko-Stadt an den ermordeten Rubén Espinosa.
    Foto: Alex Cruz - dpa

    Die Leiche von Rubén Espinosa war gemeinsam mit vier toten Frauen am Wochenende in einer Wohnung in Mexiko-Stadt entdeckt worden. Alle Opfer hatten Folterspuren und eine Schusswunde am Kopf aufgewiesen. Am Montag wurde Espinosa beigesetzt.

    Der 31-Jährige hatte für die regierungskritische Zeitschrift «Proceso», die lokale Nachrichtenagentur AVC und die Fotoagentur Cuartoscuro vor allem über soziale Proteste berichtet. Zuletzt war er im Bundesstaat Veracruz von Unbekannten angegriffen und bedroht worden. Darauf floh er in die Hauptstadt.

    «Wir sehen mit Besorgnis, dass Mexiko-Stadt kein sicherer Zufluchtsort für vertriebene Journalisten mehr ist», hieß es in einer Mitteilung der Journalistenorganisation Artículo 19. Seit 2000 wurden nach Angaben der Gruppe 88 Journalisten in Mexiko getötet.

    Auf der Weltrangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt das Land auf Platz 148 von 180 Staaten. «Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für die Ausübung des Journalismus», hieß es in einer Mitteilung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

    Unterdessen leitete die Nationale Menschenrechtskommission eine Untersuchung ein, nachdem Unbekannte die Redaktion der Zeitung «Presente» in der Stadt Poza Rica in Veracruz beschossen hatten. «Wir verurteilen die Gewalt gegen Medien», hieß es in einer Mitteilung der staatlichen Organisation. «Um die Aggressionen gegen Journalisten zu stoppen, müssen die Behörden die bislang ungeklärten Fälle aufklären.»

    Der Gouverneur von Veracruz, Javier Duarte, hatte mehrfach seine Verachtung von Medien öffentlich gemacht. Seit Beginn seiner Amtszeit im Dezember 2010 wurden in seinem Bundesstaat im Osten des Landes zwölf Journalisten getötet. «Die Gewalt geht weiter, sie ist eine Konstante in Mexiko», sagte der Vorsitzende der Journalisten-Organisation Artículo 19, Darío Ramírez, am Montag.

    Mitteilung Staatsanwaltschaft

    Mitteilung Artículo 19

    Bericht AVC

    Weltrangliste Pressefreiheit

    CPJ

    Menschenrechtskommission auf Twitter

    Bericht Radio Fórmula

    Radio W auf Twitter

    Mitteilung Menschenrechtsorganisation zu Poza Rica

    Mitteilung UN-Hochkommissariat für Menschenrechte

    Mitteilung Amnesty International

    Deutschland & Welt
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst
    Eugen Lambrecht
    0261/892448
    Kontakt per Mail
    Fragen zum Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Mittwoch

    9°C - 21°C
    Donnerstag

    12°C - 21°C
    Freitag

    11°C - 17°C
    Samstag

    11°C - 17°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!