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    Pferdefleisch in Ikea-Köttbullar

    Prag/Hofheim-Wallau (dpa) – Ikea hat in zwölf Ländern Pferdefleisch in seinen beliebten «Köttbullar»-Fleischbällchen gefunden. Deutschland sei bislang nicht betroffen, teilte die Möbelkette am Montag in Hofheim bei Frankfurt mit.

    Labor-Test
    Labor-Analysen haben offenbar Pferde-DNA in einer Tiefkühlpackung der Ikea-Filiale nachgewiesen.
    Foto: Jens Büttner/Symbolbild – DPA

    Die Verunreinigung des Hacks war aufgefallen, weil tschechische Behörden Pferde-Erbgut in einer Tiefkühlpackung einer Ikea-Filiale in Brünn (Brno) entdeckt hatten. Betroffen sei eine Warenlieferung des zentralen Zulieferers in Schweden, hieß es bei Ikea Deutschland.

    Teile dieser Lieferung gingen den Angaben zufolge auch in die Slowakei, nach Ungarn, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Portugal, Spanien, Griechenland, Zypern, Irland und in die Niederlande. Es handele sich um Tiefkühl-Fleischklopse, die im sogenannten Schwedenshop verkauft werden. Die Produkte seien aus den Regalen genommen worden. Wegen des Verdachts auf Pferdefleisch stoppte Ikea den Verkauf von Fleischklößchen in 14 europäischen Ländern.

    Deutsche Filialen hätten keine Teile der verunreinigten Lieferung erhalten, sagte die Sprecherin von Ikea Deutschland, Sabine Nold. Eine Lieferung, die am vergangenen Freitag nach Deutschland ging, sei nachweislich frei von Pferdefleisch gewesen. Im Zuge des Pferdefleischskandals lasse Ikea seine Produkte seit zwei Wochen zusätzlich zu Routine-Kontrollen auch auf Pferde-Erbgut untersuchen. «Wir überprüfen das permanent und werden das erst einmal auch weiter tun», sagte Nold. Sie betonte: «Wir sprechen hier von Spuren, nicht von gezielter Verarbeitung von Pferdefleisch. Das ist vergleichbar mit Spuren von Nüssen in Schokolade.»

    In Tschechien wurden Lebensmittelkontrolleure bei einer Ein-Kilogramm-Tiefkühlpackung fündig, die mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22.1.2014 versehen war. Pferdefleisch fand die tschechische Behörde auch in einer Rindfleisch-Lieferung aus Polen eines anderen Händlers.

    Im Ikea-Mutterland Schweden wurde der Fund sehr vorsichtig aufgenommen: Dort bieten die Ikea-Restaurants zur Beruhigung der Kunden vorerst keine Fleischklöße mehr an. «Unsere eigenen Kontrollen haben keine Spuren von Pferdefleisch ergeben», teilte das Unternehmen in Schweden mit. Nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga stoppte auch Ikea Belgien den Verkauf von Köttbullar. In Deutschland sei dies bisher nicht vorgesehen, hieß es in Hofheim.

    So gut wie alle europäischen Ikea-Warenhäuser bieten die Hackfleischbällchen an, fast alle erhalten sie aus einer Fabrik im mittelschwedischen Lidköping. Weltweit setzte Ikea mit Esswaren im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Euro um. Köttbullar, Schwedenschnitzel und Hotdogs tragen rund fünf Prozent zum Gesamtumsatz bei.

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