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    Mehr als 20 Tote bei den Bränden in Kalifornien

    Die Brände in Kalifornien greifen weiter um sich. Immer mehr Menschen müssen ihre Häuser räumen. Die Zahl der Toten steigt auf mindestens 23 an.

    Flammeninferno
    Ein Buschbrand wütet in Napa County in der Nähe der Weinberge. Die Zahl der Toten in Kalifornien steigt.
    Foto: Stuart Palley – dpa

    San Francisco (dpa) – Trotz des unermüdlichen Einsatzes Tausender Feuerwehrleute breiten sich die Brände in Nordkalifornien immer stärker aus. Am Mittwoch (Ortszeit) ordnete die Polizei weitere Evakuierungen an. So mussten die Einwohner der Ortschaft Calistoga rasch ihre Häuser verlassen.

    Waldbrände in Kalifornien
    Ein Fahrradfahrer fährt in Santa Rosa an den Überresten eines Hilton-Hotels vorbei.
    Foto: Peter Thoshinsky – dpa

    Die Zahl der Toten bei den verheerenden Bränden stieg derweil auf mindestens 23. Nach Schätzungen sind mehr als 3500 Häuser zerstört. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown sprach von einem der größten und gefährlichsten Feuer. Es werde den US-Bundesstaat viele Milliarden Dollar kosten.

    Waldbrand
    Ein Waldbrand wütet in Napa County (USA) in der Nähe der Weinberge.
    Foto: Stuart Palley – dpa

    Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften in der Region nördlich der Metropole San Francisco gegen zahlreiche große Buschbrände. Betroffen war eine Fläche von rund 680 Quadratkilometern, also fast so groß wie Hamburg. In ganz Kalifornien gibt es derzeit mehr als 22 Großfeuer.

    Reste eines Hauses
    Anthony D'Amico und Tochter Bella schauen die Überreste eines Nachbarhauses in Santa Rosa an.
    Foto: Barbara Munker – dpa

    Die Sicherheitskräfte fürchteten weitere Todesopfer, denn mehrere hundert Menschen sind als vermisst gemeldet. Viele Gebiete sind ohne Strom und Telefonnetz, was das Auffinden von Angehörigen schwierig macht. 

    Ausgebrannte Autos
    Vollständig ausgebrannte Fahrzeuge in Santa Rosa (USA) auf der Hopper Avenue.
    Foto: Kate Karwan Burgess – dpa

    Allein 13 Menschen sind in dem sogenannten Tubbs-Feuer im Bezirk Sonoma County ums Leben gekommen. Unter den Opfern ist auch eine 27-jährige Frau, die im Rollstuhl saß, wie der „San Francisco Chronicle“ berichtete. Ihr Haus in Santa Rosa war in dem Inferno in der Nacht zum Montag abgebrannt.

    Trümmerlandschaft
    Anwohner durchsuchen in Santa Rosa die Überreste eines abgebrannten Gebäudes.
    Foto: Kent Porter/The Press Democrat/AP – dpa

    Die Brände hatten sich bei starken Winden rasch ausgebreitet. Kalifornien leide immer noch an den Folgen einer fünfjährigen Dürre, sagte Feuerwehrchef Ken Pimlott am Mittwoch. Die Flammen würden sich schnell durch die trockene Vegetation fressen.

    Düsterer Himmel
    Dichter Rauch liegt über der von den Flammen verheerten Landschaft.
    Foto: Paul Kitagaki Jr./The Sacramento Bee/AP – dpa

    Pimlott rief die Anwohner auf, den Evakuierungsbefehlen Folge zu leisten. Die Lage sei weiterhin extrem gefährlich, weitere Gebiete müssten geräumt werden.

    Der Rauch aus den Feuergebieten hat sich in weiten Teilen Kaliforniens ausgebreitet. Im knapp 90 Kilometer entfernten San Francisco wurden am Mittwoch wegen schlechter Sicht Dutzende Flüge gestrichen. In vielen Regionen warnten die Behörden vor einer gesundheitsschädlichen Luftbelastung für anfällige Menschen.

    Die genaue Ursache der zahlreichen Feuer ist weiter ungeklärt. Möglicherweise seien einige Brände in dem Windsturm am Wochenende durch umgestürzte Stromleitungen ausgelöst worden, hieß es.

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