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    Lage in Kirgistan stabilisiert sich

    Bischkek/Moskau (dpa) - Aufatmen in Kirgistan: Nach der Ausreise und dem Rücktritt des gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew stabilisiert sich die Lage in dem zentralasiatischen Land.

    Bakijew
    Der gestürzte Präsident Bakijew hat sich ins benachbarte Kasachstan abgesetzt.

    «Wir erwarten keine neue Verschärfung», sagte der Vizechef der Übergangsregierung, Omurbek Tekebajew, nach Angaben der kirgisischen Agentur Akipress am Freitag in Bischkek. Vor gut einer Woche war Bakijew mit einem blutigen Volksaufstand, bei dem mehr als 80 Menschen starben, gestürzt worden. Am Donnerstag reiste Bakijew ins autoritär regierte Nachbarland Kasachstan aus, das derzeit als erste Ex-Sowjetrepublik den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) innehat.

    Die USA, Russland, die Vereinten Nationen und die OSZE sicherten der Ex-Sowjetrepublik erneut Hilfe beim Aufbau einer Demokratie zu. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Abreise Bakijews als Beitrag zum Frieden und zur demokratischen Entwicklung in der Region. Bakijew hatte seinen Rücktritt am Donnerstagabend handschriftlich in die Hauptstadt Bischkek eingereicht - per Fax. Kremlchef Dmitri Medwedew sagte am Rande eines Besuchs in Lateinamerika, dass mit Bakijews Rücktritt die Gefahr eines Bürgerkriegs abgewendet sei.

    Russland und die USA haben dem völlig verarmten Land Finanzhilfen in Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Beide Länder unterhalten in Kirgistan Militärstützpunkte. Die Übergangsregierung unter Führung von Rosa Otunbajewa verlängerte unterdessen den Vertrag für die US- Luftwaffenbasis in Manas nahe der Hauptstadt Bischkek um ein Jahr. Von dort aus versorgen die USA ihre Anti-Terror-Truppe in Afghanistan. Russland stört sich nach Berichten Moskauer Medien daran, dass die Amerikaner in seinem Hinterhof an Einfluss gewinnen. Offiziell aber unterstützt Moskau Washingtons Afghanistan-Politik.

    Otunbajewa sprach sich dafür aus, die blutigen Ereignisse des Volksaufstandes von Anfang April durch eine internationale Kommission unter Führung der UN untersuchen zu lassen. Die Übergangsregierung hat gegen Familienmitglieder Bakijews Haftbefehle unter anderem wegen Mordes erlassen. Bakijews Bruder Schanysch soll Scharfschützen engagiert haben, die Demonstranten vor einer Woche mit gezielten Kopfschüssen getötet hatten. Die Angehörigen Bakijews sind auf der Flucht. Die Zukunft des mit Immunität ausgestatteten Ex-Präsidenten war zunächst unklar.

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