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    Tel Aviv

    Israel nach Angriff in Syrien weiter in Alarmbereitschaft

    In Israel herrscht nach dem Luftangriff im syrischen Nachbarland aus Sorge vor einer Reaktion erhöhte Alarmbereitschaft. Die Armeeeinheiten entlang der Grenze seien zu größter Wachsamkeit aufgerufen, meldete der israelische Rundfunk am Montag.

    Israelischer Panzer
    Israelische Soldaten beobachten auf ihren Panzer die israelisch-syrische Grenze.
    Foto: Atef Safadi - DPA

    Der Luftraum im Norden Israels ist bis Donnerstag für zivile Flugzeuge gesperrt. Zwei Batterien des Luftabwehrsystems Iron Dome (Eisenkuppel) wurden im nördlichen Landesteil in Position gebracht.

    Israelische Kampfjets hatten in der Nacht zum Sonntag nach Medienberichten ein militärisches Entwicklungszentrum nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Israel hat dies allerdings bislang nicht offiziell bestätigt.

    Nach Informationen der «New York Times» sind bei dem Angriff Dutzende syrische Elitesoldaten getötet worden, die nahe dem Präsidentenpalast stationiert waren. Dafür gab es aus Syrien zunächst keine offizielle Bestätigung. Syrien hatte den Angriff als israelische Kriegserklärung bezeichnet und mit Vergeltung gedroht.

    Israelische Militärs rechnen jedoch dem Rundfunk zufolge nicht mit einem syrischen Gegenangriff, weil das Regime von Baschar al-Assad zu sehr mit dem eigenen Überleben beschäftigt sei. Dennoch stelle die Armee sich auf eine mögliche Reaktion der libanesischen Hisbollah und sogar des Irans ein. Der Angriff galt nach Medienberichten einer Lieferung iranischer Raketen des Typs Fateh-110 an die mit Israel verfeindete Hisbollah.

    Die israelische Zeitung «Jediot Achronot» berichtete am Montag, Israel habe im Bemühen um eine Beruhigung der Lage eine «geheime Botschaft» an Assad übermittelt. Israel habe demnach keine Absicht, sich in den Bürgerkrieg in Syrien einzumischen. Die regierungsnahe Zeitung «Israel Hajom» berichtete am Montag, in den kommenden Tagen rechne man nicht mit neuen israelischen Angriffen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu halte sich in China auf und die Erfahrung lehre, «dass man keinen Krieg beginnt, wenn der Regierungschef abwesend ist». Gegenwärtig befürchte man vor allem mögliche Anschläge auf israelische Vertretungen im Ausland.

    Das syrische Fernsehen berichtete am Montag, Damaskus habe es palästinensischen Gruppierungen erlaubt, Israel von den Golanhöhen aus anzugreifen. Israel hatte das Gebiet 1967 während des Sechstagekriegs erobert. Die Grenze wurde von der syrischen Armee streng überwacht und galt in Israel bislang als relativ sicher.

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