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    Wien

    IAEA inspiziert im Dezember iranische Schwerwasserfabrik

    Die Überwachung des iranischen Atomprogramms durch den Westen wird vereinbarungsgemäß enger. Der Iran gewähre der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am 8. Dezember Zugang zur Schwerwasserfabrik Arak, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano vor dem IAEA-Gouverneursrat in Wien.

    Schwerwasserreaktor Arak
    Die Fabrik ist wesentlicher Teil des umstrittenen Forschungsreaktors Arak.
    Foto: Hamid Forutan - DPA

    Die Fabrik ist wesentlicher Teil des umstrittenen Forschungsreaktors Arak, dessen Bau bereits seit längerem von der IAEA überwacht wird. Schwerwasserreaktoren produzieren Plutonium, das sich im Prinzip zum Bau von Atombomben verwenden lässt.

    IAEA
    Der iranische Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde, Reza Najafi.
    Foto: Roland Schlager - DPA

    Der Inspektionstermin ist Folge einer jüngsten Vereinbarung zwischen der IAEA und dem Iran. Danach sollen bis Ende Februar sechs konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Der Westen will sichergehen, dass der Iran keine Atombombe baut.

    IAEA
    Die Flagge der IAEA am UN-Gebäude in Wien.
    Foto: Roland Schlager - DPA

    Amano betonte vor den Vertretern von 35 Ländern die Bedeutung dieser einzelnen Schritte, forderte den Iran aber zugleich zu weiterem Entgegenkommen auf. Iran müsse die internationalen Vereinbarungen über Kontrollmaßnahmen in vollem Umfang umsetzen. «Es ist ein wichtiger Schritt vorwärts, aber es bleibt viel zu tun», sagte Amano vor dem Gouverneursrat.

    Amano
    IAEA-Chef Yukiya Amano forderte den Iran zu weiterem Entgegenkommen auf.
    Foto: Roland Schlager - DPA

    Die Genfer Vereinbarungen zwischen der 5+1-Gruppe (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China und Deutschland) und dem Iran hätten auch erhebliche Konsequenzen für die IAEA als Überwachungs-Behörde. Die genauen Folgen der erweiterten Kontrollen für die Finanz- und Personalausstattung der IAEA seien aber noch nicht absehbar. Diese Analyse werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte Amano.

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