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Berlin

Hunderte Unfälle bei Blitzeis und Schnee

dpa

Blitzeis und Schnee haben bundesweit zu Hunderten Unfällen geführt. Erhebliche Probleme gab es seit dem späten Freitagabend vor allem im Südwesten und Osten.

Eisglätte
Ein Mann balanciert in Niedersachsen über einen vereisten Fußweg. Zum Start des Wochenendes hatten die Menschen in vielen Regionen mit Glätte zu kämpfen.
Foto: Ingo Wagner – dpa

Dutzende Menschen wurden verletzt, die meisten glücklicherweise nur leicht. Das ganz große Chaos sei aber ausgeblieben, hieß es von den meisten Lagestellen. Vielerorts in Deutschland wurden allerdings nach Unfällen Autobahnen zeitweise gesperrt, Winter- und Abschleppdienste waren im Dauereinsatz. Auch der Flugverkehr war zum Teil betroffen. Mit Kranwagen wurden umgekippte oder in Böschungen gerutschte Lastwagen geborgen. In Stuttgart wurde ein Auto aus dem Neckar geholt.

Abgerutscht
Rettungskräfte bergen in Stuttgart ein Auto aus dem Neckar. Das Fahrzeug war bei Eisglätte vom Uferdamm in den Fluss gerutscht.
Foto: Sdmg/Werner – dpa

Schnee und Regen auf gefrorenem Boden verwandelten Straßen und Gehwege vielerorts in gefährliche Rutschbahnen. Allein in Baden-Württemberg wurden bis zum Vormittag mehr als 300 Unfälle erfasst, in Hessen mehr als 200, in Rheinland-Pfalz mehr als 100. Mindestens fünf Menschen seien schwer, viele weitere leicht verletzt worden, hieß es beim Innenministerium in Baden-Württemberg. Der Gesamtschaden belaufe sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Vereister Rückspiegel
Für einen schnellen Fahrtstart ungeeignet: Der vereiste Rückspiegel eines geparkten Motorrades.
Foto: Frank Rumpenhorst – dpa

Auf der A81 nahe Heilbronn krachten neun Fahrzeuge ineinander, darunter ein Sattelzug und ein Reisebus. Eine 25-Jährige erlitt schwere Verletzungen. In Stuttgart rutschte ein Auto vom Uferdamm in den Neckar. Fahrer und Beifahrer wurden von Rettungskräften aus dem eisigen Wasser gezogen.

Glättegefahr
In vielen Regionen sorgt Glätte für Probleme im Verkehr.
Foto: Carsten Rehder/Archiv – dpa

Auch in anderen Regionen wurde Schnee und Blitzeis etlichen Fahrern zum Verhängnis. In Thüringen krachte es auf der A4, A9 und A71 mehrfach. Zudem sorgten vor allem in den östlichen Bundesländern quer stehende Laster zeitweise für Staus. Auf der A9 Richtung Berlin kam der Fahrer eines mit Äpfeln beladenen Lastwagens von der Fahrbahn ab. Der Lkw sei einen Abhang hinuntergerutscht und der Fahrer eingeklemmt worden, berichtete die Polizei. Auf der A71 überschlug sich ein Auto und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde verletzt.

Glatteis
Rutschpartie auch für Fußgänger: Ein Eispanzer überzieht am Morgen in Frankfurt am Main einen Gehweg.
Foto: Frank Rumpenhorst – dpa

Auch bei Rommersheim in der Eifel kam ein Sattelzug von der Straße ab, der Fahrer wurde schwer verletzt. Im Saarland registrierte die Polizei neun Verletzte bei Glätte-Unfällen – acht von ihnen waren Fußgänger. Bei Ankum in Niedersachsen wurden vier Insassen eines Kleinbusses leicht verletzt, deren Wagen in der Nacht von einer eisglatten Bundesstraße in den Straßengraben rutschte. Mehrere Autofahrer bundesweit überschlugen sich mit ihren Wagen, etliche fuhren sich in Böschungen fest.

Angepasstes Fahren
Vorsicht auch auf Autobahnen – wie hier auf der A115 nahe Potsdam.
Foto: Ralf Hirschberger – dpa

Auf Nummer sicher ging die Deutsche Post in München: Im kompletten Stadtgebiet trugen die Briefträger am Samstag keine Sendungen aus. Die Münchner Abteilungsleiter hätten entschieden, dass die Arbeit für die Mitarbeiter unter den herrschenden Wetterbedingungen zu gefährlich sei, sagte ein Pressesprecher.

Aufgrund von Glatteis wurden am Samstagmorgen am Flughafen München auch Dutzende Flüge annulliert. Um die beiden Start- und Landebahnen enteisen zu können, mussten diese abwechselnd gesperrt werden, wie ein Sprecher sagte. Damit fehlten vorübergehend 50 Prozent der Kapazität.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte Blitzeis in weiten Teilen Deutschlands von Freitagabend an angekündigt. Blitzeis entsteht, wenn es nach einer winterlichen Kälteperiode wieder wärmer wird und Niederschlag als Regen auf den gefrorenen Boden trifft. In einigen Regionen schneite es zunächst noch.

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