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    Dresden/Berlin

    Gabriel sieht keinen Erklärungsbedarf bei «K-Frage»

    SPD-Parteichef Sigmar Gabriel sieht keinen Erklärungsbedarf zu den jüngsten Spekulationen um eine Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück.

    SPD-Chef Sigmar Gabriel
    Der Bundesvorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, spricht auf dem Landesparteitag der sächsischen SPD in Dresden.
    Foto: Oliver Killig - DPA

    Zuerst müsse die SPD alle programmatischen Fragen klären, sagte Gabriel am Samstag der Deutschen Presse-Agentur auf einem Parteitag der sächsischen SPD in Dresden. «Die Personalfragen kommen nach der Programmatik. Wenn die Programmatik entschieden ist, dann kommt die Person.»

    Steinbrück selbst hatte zuvor Berichte dementiert, wonach in der SPD-Troika entschieden sei, dass er als Kanzlerkandidat für die Sozialdemokraten in den Wahlkampf 2013 ziehen soll. «Nichts ist entschieden, das sind alles ungelegte Eier», sagte der frühere Bundesfinanzminister der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag). Auch SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hatte betont: «Es gibt definitiv keinen neuen Stand in der K-Frage der SPD.»

    Das Magazin «Cicero» hatte berichtet, die Gespräche zwischen Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Steinbrück liefen auf eine Kandidatur des ehemaligen Finanzministers hinaus.

    Angesichts immer neuer Berichte über einen angeblichen Vorentscheid zur SPD-Kanzlerkandidatur hat Gabriel seine Genossen laut «Bild»-Zeitung zur Ordnung gerufen. Gabriel habe «einigen im Parteivorstand ordentlich den Kopf gewaschen», schreibt das Blatt (Samstag) unter Berufung auf nicht genannte Quellen in der SPD-Zentrale.

    Anhänger von SPD und Union bevorzugen laut einer Emnid-Umfrage für den «Focus» Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten. Demnach sprachen sich 45 Prozent der SPD-Anhänger für Steinbrück aus, 40 Prozent für Steinmeier. Unter den Anhängern der Union seien 40 Prozent für Steinbrück und 34 Prozent für Steinmeier. Unter allen Bundesbürgern habe Steinmeier die Nase vorn: 33 Prozent wollten ihn als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sehen.

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