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    Köln

    Entwarnung in Köln: Weltkriegsbombe entschärft

    Ein besonders großer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Köln sicher entschärft worden. Um 15.53 Uhr haben Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienst die am linken Rheinufer gefundene Fliegerbombe unschädlich gemacht, wie die Stadt mitteilte.

    Fliegerbombe in Köln
    Die entschärfte Fliegerbombe liegt fertig zum Abtransport auf der Ladefläche eines Lastwagens.
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    Zuvor war die größte Evakuierung in der Nachkriegsgeschichte der Domstadt nötig gewesen. Rund 20 000 Menschen mussten in den Stadtteilen Riehl und Mülheim ihre Häuser und Arbeitsstellen verlassen.

    Blindgänger in Köln
    In Köln müssen 20 000 Menschen wegen der Bombenentschärfung ihre Häuser verlassen. Schulen bleiben geschlossen.
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    Für Stadt, Polizei, Feuerwehr und alle anderen beteiligten Organisationen sei das «eine große logistische Herausforderung» gewesen, sagte ein Stadtsprecher. Insgesamt waren 800 Einsatzkräfte im Dienst. «Die Evakuierung und Entschärfung sind optimal verlaufen», sagte Oberbürgermeister Jürgen Roters nach der Entwarnung.

    Bombenentschärfung in Köln
    Ein Bagger der Kampfmittelräumung hat mit den Bergungsarbeiten begonnen.
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    Aufgrund der Größe und Sprengkraft des 20 Zentner schweren Blindgängers wurde das Gebiet in einem Radius von einem Kilometer rund um den Fundort geräumt. Seit dem Morgen wurden Anwohner in den betroffenen Stadtteilen von Mitarbeitern des Ordnungsamtes aufgefordert, ihre Wohnungen zu räumen. «Wir machen insgesamt drei Rundgänge, damit wir sicher sein können, dass niemand mehr im Haus ist», sagte Heribert Büth vom Ordnungsamt. Bei der ersten Kontrollrunde verließen zwei Bewohner das Sperrgebiets erst, als die Polizei den Kontrolleuren zu Hilfe kam.

    Altersheim evakuiert
    Senioren eines evakuierten Altersheimes warten auf die Entschärfung der Bombe.
    Foto: Oliver Berg - dpa

    Betroffen waren neben einer Jugendherberge und dem höchsten Wohnhaus Deutschlands auch 1100 Bewohner des größten Senioren- und Behindertenzentrums der Stadt. 600 besonders pflegebedürftige Menschen wurden mit 140 Rettungswagen in mehrere Krankenhäuser gefahren, 300 Bewohner mit Bussen in einen extra hergerichteten Bereich der Messehallen gebracht. Dort konnten sie sich bis zum Ende der Entschärfung aufhalten. Einige von ihnen sahen den unfreiwilligen Ausflug als willkommene Abwechslung: «Wir machen uns einen schönen Tag», sagte die 77-jährige Elfriede Ruthe.

    Bombenfund in Köln
    An der Mülheimer Brücke ist bei Detektionsarbeiten eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.
    Foto: Marius Becker/Archiv - dpa

    Für die anderen Anwohner der betroffenen Stadtteile hatte die Stadt drei Anlaufstellen eingerichtet. Schulen in dem Evakuierungsgebiet blieben geschlossen, ebenso der Zoo. «Wir sperren dieTiere in ihre Innengehege, möglichst weit weg von Glasscheiben»,sagte Zoo-Chef Theo Pagel. So sollen sie bei einer möglichen Detonation von Glassplittern geschützt sein.

    Bombenbergung hat begonnen
    Während der Entschärfung werden die Mühlheimer Brücke und umliegende Straßen gesperrt.
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    Nachdem alle Häuser geräumt waren, wurde das Gebiet noch einmal von einem Hubschrauber überflogen. Die umliegenden Straßen wurden gesperrt, der Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr eingestellt. Schließlich konnten die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst die beiden Zünder aus der amerikanischen Bombe lösen.

    Evakuierung in Köln
    Nach Angaben der Stadt helfen circa 800 Einsatzkräfte bei der Evakuierung.
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    Die Straßensperrungen wurden nach und nach aufgehoben, die Anwohner konnten in ihre Wohnung zurückkehren. Der Rücktransport der Bewohner des Seniorenzentrums sollte bis in die späten Abendstunden dauern.

    Pressemitteilung Stadt Köln

    Pressemitteilung Stadt Köln II

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