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Chronologie: Babys aus Krankenhäusern entführt

Frankfurt/Main – Entführungen von Babys aus Krankenhäusern sind in Deutschland selten. Genaue Zahlen darüber gibt es aber nicht, Schätzungen schwanken zwischen ein und zehn Fällen pro Jahr. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) dokumentiert im folgenden sieben Fälle aus den vergangenen zehn Jahren, darunter zwei aus Hessen.

Foto: dpa

Frankfurt/Main – Entführungen von Babys aus Krankenhäusern sind in Deutschland selten. Genaue Zahlen darüber gibt es aber nicht, Schätzungen schwanken zwischen ein und zehn Fällen pro Jahr. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) dokumentiert im folgenden sieben Fälle aus den vergangenen zehn Jahren, darunter zwei aus Hessen.

6.11.2008: Die zwei Tage alte Lara wird aus einem Krankenhaus in Buxtehude entführt und wenige Stunden später in einem Klinikum in Bremerhaven wiedergefunden. Von der Frau, die das Baby von der Geburtsstation mitgenommen hat, fehlt zunächst jede Spur.

5.06.2005: Eine als Hebamme getarnte Frau entführt die fünf Stunden alte Laureta aus einer Klinik in Leverkusen. Nach einem verzweifelten Appell der Mutter vor laufenden Fernsehkameras wird der Säugling vier Tage später unversehrt im Aufzug eines Wohn- und Geschäftshauses im 50 Kilometer entfernten Düren aufgefunden. Die 38-jährige Entführerin legt bei der Polizei ein Geständnis ab. Das Tatmotiv war offenbar ihr unerfüllter Kinderwunsch. Außerdem wird ein 18-jähriges Pärchen unter dem Verdacht der Beihilfe verhaftet.

12.06.2003: Unter den Augen der Mutter schiebt eine als Krankenschwester verkleidete 31 Jahre alte Frau den drei Tage alten Fabian in seinem Bettchen aus dem Säuglingszimmer eines Krankenhauses in Dortmund und verschwindet. Nach einer Großfahndung mit rund 10 000 Flugblättern wird das Kind zehn Stunden später durch einen Zeugenhinweis in der Wohnung der Entführerin gesund und unverletzt wiedergefunden. Motiv der Frau, die ihrem 43 Jahre alten Lebensgefährten monatelang eine Schwangerschaft vorgetäuscht hatte, war ein unerfüllter Kinderwunsch. Urteil im November: Zwei Jahre auf Bewährung.

09.11.2001: Eine psychisch labile Frau entführt den kleinen Marek einen Tag nach seiner Geburt aus dem Krankenhaus in Bückeburg (Niedersachsen). Die 20-Jährige hatte einen kurzen Moment ausgenutzt, in dem das Säuglingszimmer der Entbindungsstation nicht unter Aufsicht war. Nach einer groß angelegten Suchaktion wird der unversehrte Junge nach Hinweisen aus der Bevölkerung in der Wohnung der Frau im 30 Kilometer entfernten Porta Westfalica entdeckt. Die Frau hatte im Bekanntenkreis erzählt, sie wolle entbinden gehen und war kurze Zeit später tatsächlich mit einem Baby zurückgekehrt. 26.04.2001: Der zwei Tage alte Tom wird von einer als Krankenschwester getarnten 26 Jahre alten Frau aus dem Kreiskrankenhaus in Bad Soden bei Frankfurt entführt. Die Täterin stellt sich der 38 Jahre alten Mutter als "Schwester Ines" vor und nimmt das Kind zu einer angeblichen Untersuchung mit. Einen Tag nach seiner Entführung wird das Baby unversehrt in der Wohnung der Entführerin in Hattersheim bei Frankfurt gefunden. Motiv: unerfüllter Kinderwunsch. Monate zuvor hatte die Frau ein eigenes Kind verloren.

21.02.2001: Aus der Säuglingsstation des St-Jürgen-Krankenhauses in Bremen entführt eine 36-Jährige den einen Tag alten Paul Moritz. Am nächsten Tag wird der Säugling in ihrer nahe gelegenen Wohnung unversehrt aufgefunden. Das Personal hatte sich an die Frau erinnert, die schon Tage zuvor in dem Krankenhaus auffällig in Erscheinung getreten war. Ihr war das Sorgerecht für fünf eigene Kinder entzogen worden.

25.02.2000: Die fünf Tage alte Melek wird aus dem Zimmer seiner 20 Jahre alten türkischen Mutter von einer als Krankenschwester getarnten 26-jährigen Italienerin unter einem Vorwand mitgenommen und aus einem Krankenhaus in Wetzlar entführt. Der Säugling wird einen Tag später auf Grund eines Hinweises in Gießen in der Wohnung der 26- Jährigen und ihres 21 Jahre alten türkischen Lebensgefährten unverletzt gefunden. Die Entführerin hatte Ende 1999 eine Fehlgeburt, die sie vor ihrem Freund verbergen wollte. dpa

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