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Athen

Bombe erschüttert Ministerium in Athen

Bei einem Bombenanschlag auf das griechische Ministerium für Zivilschutz in Athen ist ein Polizist ums Leben gekommen. Ein weiterer sei schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Ministerium für Zivilschutz
Im griechischen Ministerium für Zivilschutz ist es zu einem Bombenanschlag gekommen.

Bei dem Todesopfer handelt es sich Berichten zufolge um ein Mitglied des Personenschutzes von Minister Michalis Chrysohoidis. Zu dem Anschlag hat sich zunächst niemand bekannt.

Im Amtszimmer des Büroleiters des Ministers im siebten Stock des Ministeriums-Gebäudes sei ein verdächtiges Päckchen entdeckt worden, sagte der Polizeisprecher weiter. Beim Versuch der Sicherheitskräfte es zu öffnen, sei es explodiert. Das Päckchen sei mit einer Sprengfalle versehen gewesen. Der Minister selbst sei zwar zum Zeitpunkt der Explosion im Haus gewesen, aber nicht verletzt worden, hieß es.

«Der Vater zweier Kinder musste sterben», sagte der Minister unmittelbar nach dem Anschlag. «Wir werden nicht aufhören, die Menschen in Griechenland zu schützen», betonte er und versprach: «Die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen.»

Die Explosion habe im gesamten Ministeriumsgebäude die Fenster bersten lassen und weiteren erheblichen Sachschaden angerichtet, sagte der Polizeisprecher. Das Gebäude ist nahe des Athener Stadtzentrums gelegen. Die Explosion sei kilometerweit zu hören gewesen.

Griechenland wird seit Monaten von Bombenattentaten militanter Linker erschüttert. Der Anschlag auf das Ministerium bedeutet jedoch eine neue Qualität. Die Unruhen hatten begonnen, nachdem ein Polizist im Jahr 2008 einen Teenager erschossen hatte. Minister Chrysohoidas hatte den Kampf gegen den Terror und die Athener Stadtguerilla zu einem seiner prominentesten Themen gemacht, als er 2009 sein Amt antrat.

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