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    Düsseldorf

    «Blitz-Marathon» in NRW: Alle Messgeräte im Einsatz

    Angesichts der bislang größten Tempo-Kontrolle in Nordrhein-Westfalen haben sich viele Autofahrer am Dienstag gezügelt. «Alle fahren entspannt», sagte ein Sprecher der NRW-Innenministeriums in einer ersten Zwischenbilanz.

    Blitz-Marathon
    Im Sucher einer Laserpistole sind in Düsseldorf die Entfernung (131,2 Meter) und die Geschwindigkeit (48 km/h) eines Fahrzeugs zu lesen.
    Foto: Marius Becker - DPA

    Beim zweiten landesweiten «Blitz-Marathon» kontrollierten 3300 Polizeibeamte an 3142 Messstellen die Geschwindigkeit der Autos. An weiteren 500 Punkten überwachten 200 Mitarbeiter von 75 Kommunen das Tempo. Die Aktion startete am Dienstag um 6.00 Uhr und sollte 24 Stunden später enden. «Alle Geschwindigkeitsmessgeräte sind im Einsatz», sagte der Sprecher. Über die Ergebnisse des Überwachungs-Marathons will das Ministerium am Mittwoch informieren.

    «Auf unseren Straßen sterben zu viele Menschen. Zu hohe Geschwindigkeit ist der Killer Nummer eins», begründete Innenminister Ralf Jäger (SPD) die Aktion in einer Mitteilung. Sie sei Baustein einer langfristigen Strategie gegen Geschwindigkeitsunfälle. «Auch nach dem Blitz-Marathon wird es mehr Kontrollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr geben.» Bereits im Herbst plant das Ministerium eine weitere Tempo-Kontrolle.

    Erstmals hatten Bürger für die groß angelegte Observation selbst Vorschläge machen können und davon rege Gebrauch gemacht. Mehr als 15 000 Menschen beteiligten sich. Von den Vorschlägen für Messpunkte wurden knapp 2700 aufgegriffen - als sogenannte «Wutpunkte».

    Anlass für den ersten «Blitz-Marathon» Anfang Februar war die dramatisch gestiegene Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2011. 634 Kinder, Männer und Frauen starben auf den Straßen von NRW, das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Inzwischen ist die Zahl der Toten wieder rückläufig - in den ersten fünf Monaten des Jahres um 13 Prozent. Im Februar waren rund 456 000 Auto- und Motorradfahrer kontrolliert worden, mehr als 17 000 von ihnen fuhren zu schnell.

    Die Polizei war am Dienstag an deutlich mehr Messstellen im Einsatz als üblich. In Bonn blitzen die Beamten normalerweise an vier bis sechs Gefahrenstellen pro Tag, am Dienstag waren es 46. In Münster kontrolliert die Polizei sonst bis zu acht Bereiche, für den «Blitz-Marathon» war sie zusammen mit dem Ordnungsamt an 156 Stellen vor Ort.

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