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    Bier-Inhaltsstoff Hordenin aktiviert Belohnungszentrum

    Macht Bier glücklich? Zumindest ein Stoff in dem Gerstensaft wirkt ähnlich wie das „Glückshormon“ Dopamin, fanden Forscher jetzt heraus. Doch auch der Alkohol spielt wohl eine wichtige Rolle.

    Bier
    Gäste eines Cafés auf dem Frankfurter Paulsplatz aktivieren ihr Belohnungszentrum.
    Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

    Erlangen (dpa). Ein Inhaltsstoff von Bier aktiviert nach Erkenntnissen von Forschern das Belohnungszentrum im Gehirn. Der Stoff Hordenin, der auch in Gerstenmalz vorkommt, wirkt ähnlich wie der als „Glückshormon“ bekannte körpereigene Neurotransmitter Dopamin.

    Das teilte die Universität Erlangen-Nürnberg mit. Beide beeinflussen den sogenannten Dopamin-D2-Rezeptor im Gehirn.

    Ob die im Bier enthaltenen Hordenin-Mengen jedoch für eine spürbare Beeinflussung des Belohnungszentrums ausreichend sind, untersuchen die Forscher zurzeit noch. Insgesamt deuteten die Ergebnisse aber darauf hin, dass Hordenin zum stimmungssteigernden Effekt von Bier beitragen könnte, hieß es in einer Mitteilung.

    Möglicherweise sei es die Kombination aus Hordenin und Alkohol, warum Bier so zufrieden mache, sagte die Forscherin Monika Pischetsrieder. Der Stoff Salsolinol in Schokolade sowie ein Schimmelpilz hätten eine ähnliche Wirkung wie das Hordenin. Derzeit laufen Studien, in denen die Forscher herausfinden wollen, wie viel Hordenin in Bier enthalten ist und wie viel davon letztlich im Gehirn ankommt.

    Ein einzelner Stoff, der sozusagen glücklich mache, sei bislang in keinem Lebensmittel gefunden worden, sagte Pischetsrieder. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es meist eine Kombination aus Stoffen ist, die zu einem Zufriedenheitsgefühl führt - bei Chips seien es etwa Kohlenhydrate und Fett.

    Für ihre Studie, die im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlich wurde, haben die Wissenschaftler zunächst am Computer 13 000 Inhaltsstoffe von Lebensmitteln darauf untersucht, ob sie auf den Dopamin-D2-Rezeptor passen - wie ein Schlüssel in ein Schlüsselloch. Die Forscher legten dafür eine virtuelle Datenbank mit Molekülen an. Schließlich blieben 17 Stoffe übrig, die im Labor getestet wurden. „Es ist schon überraschend, dass - ohne dass wir speziell in der Gruppe der Genussmittel gesucht haben - ein Inhaltsstoff von Bier zur Aktivierung des Dopamin-D2-Rezeptors führt“, sagte Pischetsrieder.

    Mitteilung

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