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Beinahe-Katastrophe: Jet stürzt bei Landung fast ins Meer

168 Menschen sind an Bord eines Flugzeugs, das von Ankara ins nordtürkische Trabzon fliegt. Bei der Landung kommt die Maschine von der Piste ab, rollt auf einen Abhang – und kommt erst kurz vor dem Meer zum Stehen. Ein Passagier sagt: „Unsere Rettung ist ein Wunder.“

Flugzeug bei Landung fast ins Meer gestürzt
Ein Passagierflugzeug der türkischen Fluglinie Pegasus an einem steilen Abhang neben der Landebahn, nur wenige Meter vom Schwarzen Meer entfernt.
Foto: DHA-Depo Photos – dpa

Istanbul (dpa). Ein Passagierflugzeug der türkischen Fluglinie Pegasus ist bei der Landung im nordtürkischen Trabzon von der Piste abgekommen und fast ins Schwarze Meer gestürzt. Alle Menschen an Bord seien in Sicherheit gebracht worden, teilte das Amt des Gouverneurs der Provinz Trabzon mit.

Auch Pegasus teilte mit, die 162 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder seien bei dem Vorfall am Samstagabend nicht verletzt worden. Der Sender CNN Türk berichtete: „In Trabzon fehlten 25 Meter bis zur Katastrophe.“ Die Boeing 737-800 war aus der Hauptstadt Ankara gekommen.

Auf Fotos war zu sehen, wie das Flugzeug im Schlamm an einem steilen Abhang neben der Landebahn nur wenige Meter vom Schwarzen Meer entfernt feststeckte. Wieso das Flugzeug von der Piste abkam, war nach Angaben der türkischen Behörden zunächst unklar. Der internationale Flughafen in Trabzon nahm nach einer Unterbrechung den Flugverkehr wieder auf. Pegasus („flypgs“) ist eine private Fluglinie und fliegt auch Ziele in Deutschland an.

Die Unfallforscher des Aviation Safety Networks berichteten, als das Flugzeug um 23.25 Uhr (Ortszeit/21.25 MEZ) von Westen kommend in Trabzon landete, habe es geregnet. Die Sicht sei daher eingeschränkt gewesen. Das Flugzeug sei nach dem Aufsetzen nach links abgekommen und über eine Grasfläche auf den Abhang gerollt. Dort kam es – mit der Nase steil nach unten Richtung Meer geneigt – zum Stillstand.

Eine Flugreisende namens Fatma Gördü sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, bevor die Maschine von der Piste abgekommen sei, sei ein „entsetzliches Geräusch“ ertönt. Dann habe sich Benzingeruch ausgebreitet. „Die Menschen wurden panisch und schrien. Sie sagten uns, wir sollten durch die hintere Tür aussteigen, aber jeder versuchte, über die anderen zu steigen.“ An Bord seien auch Schwangere und Kinder gewesen. Ein Passagier namens Yüksel Gördü sagte Anadolu: „Unsere Rettung ist ein Wunder.“

Das Hamburger Flugunfallbüro JACDEC („Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre“) teilte mit, die Menschen an Bord seien über Notausgänge und Rutschen in Sicherheit gebracht worden. Das Flugzeug sei „erheblich“ beschädigt worden. Das rechte der beiden Triebwerke sei vom Flügel abgebrochen und ins Meer gestürzt. Das Fahrwerk sei abgetrennt worden oder zusammengebrochen. Der Flughafen in der nordtürkischen Stadt Trabzon verfügt nur über eine Start- und Landebahn, die unmittelbar an der Schwarzmeerküste liegt.

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