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Auch zweite Fahrbahn der A20 abgesackt

Das Loch auf der A20 wächst und wächst und wächst: Nach der Fahrbahn in Richtung Rostock ist nun auch die Gegenfahrbahn weggesackt. Experten hatten damit gerechnet.

Ostseeautobahn
Der Grund für das Desaster ist ein geschlossenes Torfvorkommen unter der Autobahn.
Foto: Bernd Wüstneck – dpa

Tribsees (dpa). Das Loch auf der Autobahn A20 in Mecklenburg-Vorpommern ist erneut deutlich größer geworden und betrifft nun beide Fahrtrichtungen.

Gesperrte A20
Der Grund für das Absacken ist ein geschlossenes Torfvorkommen unter der Autobahn. Was genau im Boden geschehen ist, ist weiter unklar.
Foto: Bernd Wüstneck – dpa

Nach der Fahrbahn in Richtung Rostock sei jetzt auch die Fahrbahn in Richtung Stettin abgesackt, sagte eine Sprecherin des Schweriner Verkehrsministeriums. Zuvor hatte der Radiosender „Ostseewelle“ berichtet.

Abgesackte Ostseeautobahn wird vermessen
Vermesser vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr scannen die abgesackte Ostseeautobahn bei Tribsees.
Foto: Bernd Wüstneck – dpa

Das Verkehrsministerium zeigte sich nicht überrascht, dass jetzt auch die Gegenfahrbahn abgesackt ist. Dass die A20 an dieser Stelle instabil sei, habe man gewusst. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, dass auch die Gegenfahrbahn abrutsche. Die Planungen für die Reparatur der Straße seien dadurch nicht beeinflusst.

A20 abgesackt
Die A20 westlich der Ausfahrt Tribsees war Ende September mehrere Meter tief abgesackt.
Foto: Bernd Wüstneck – dpa

Die Fahrbahn westlich der Ausfahrt Tribsees war Ende September mehrere Meter tief abgesackt. Wenige Wochen später musste die Autobahn beidseitig gesperrt und der Verkehr auf Landstraßen umgelenkt werden. Das Loch hatte sich zuletzt auf der Fahrbahn nach Rostock von 40 auf 95 Meter Länge vergrößert.

Absackung wird immer größer
Die Absackung der Ostseeautobahn bei Tribsees wird immer größer.
Foto: Bernd Wüstneck – dpa

Augenzeugen berichteten, dass die Gegenfahrbahn auf der gesamten Breite und einer Länge von etwa 40 Metern weggesackt sei. Diese war in den vergangenen Wochen noch von Fahrzeugen der Straßenbaubehörden genutzt worden. Am Montag stellten Behördenmitarbeiter vor der zerstörten Gegenfahrbahn Absperrungen auf.

Der Grund für das Desaster ist ein geschlossenes Torfvorkommen unter der Autobahn. Was genau im Boden geschehen ist, ist weiter unklar. Spekuliert wird über die Verwendung zu schwacher Stützen, nicht überprüfter Techniken oder schlicht Fehlkalkulationen.

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