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    Hannover

    Asse hätte nie Atommülllager werden dürfen

    Das marode Bergwerk Asse hätte nie zur Lagerung von Atommüll genutzt werden dürfen. Zu diesem Ergebnis kommt der niedersächsische Untersuchungsausschuss. Alle Parteien fordern nun eine Bergung der 126 000 Fässer. Ob das gelingt, ist fraglich.

    Asse
    Das Atommülllager Asse liegt im Wahlkreis von SPD-Chef Sigmar Gabriel.
    Foto: Peter Steffen - DPA

    Politik, Atomwirtschaft und Wissenschaft hätten kritische Stimmen seit den 60er Jahren beiseitegeschoben und das gefährliche Eindringen von Wasser ignoriert, kritisierte der Ausschuss nach mehr als dreijähriger Arbeit

    Vom Auftreten radioaktiv belasteter Lauge habe die Bergbehörde schon 1994 gewusst, das niedersächsische Umweltministerium erfuhr davon aber erst 2008 durch Presseberichte. Der Skandal mündete in den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, an dessen Ende alle Landtagsfraktionen nun auf eine Bergung des Mülls pochen. Gefürchtet wird ansonsten eine radioaktive Belastung der Umgebung. Ob das milliardenteure Unterfangen möglich ist, sollen Probebohrungen zeigen.

    Zum Abschluss der Ermittlungen kurz vor der Landtagswahl Anfang nächsten Jahres legten die Fraktionen trotz weitgehender Einigkeit in der Sache separate Berichte vor, die zu einem Gesamtdokument gebündelt werden. Die SPD forderte, bei der Suche nach einem atomaren Endlager nicht nur Gorleben, sondern auch Salzstöcke generell auszuschließen.

    «Salz sollte insgesamt für die Lagerung von Atommüll ausgeschlossen werden», meinte der Abgeordnete Detlef Tanke. «Wie jetzt in Gorleben wurde damals bei der Asse behauptet, dass ein Absaufen nicht möglich ist.» Der SPD-Forderung schloss sich nur die Linke an. CDU und FDP lehnten sie ab. Selbst die Grünen wollten trotz Zweifeln keinen generellen Ausschluss von Salzstöcken.

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