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    Als Schüler verkleidet: Attentäter tötet 27 Soldaten

    Islamabad (dpa) - Ein als Schüler verkleideter Selbstmordattentäter hat am Donnerstag in der nordwestpakistanischen Stadt Mardan mindestens 31 Soldaten mit in den Tod gerissen. Rund 50 Soldaten seien verletzt worden, sagte der Chef der Stadtverwaltung, Muhammad Adil.

    Patrouille in Mardan
    Eine Armeepatrouille in Mardan. In der nordwestpakistanischen Stadt hat sich ein jugendlicher Selbstmordattentäter in einem Trainingszentrum der Armee in die Luft gesprengt. (Archivbild)

    Der Attentäter habe seinen Sprengstoffgürtel gezündet, als Rekruten in einem Trainingszentrum der Armee ihre Morgenübungen machten. Die Taliban bekannten sich zu dem schwersten Anschlag auf die Armee in den vergangenen Monaten.

    Ein Polizeisprecher sagte, der junge Attentäter habe in das schwer gesicherte Trainingszentrum des Punjab-Regiments eindringen können, weil er eine Schuluniform getragen habe. Die Behörden hatten zunächst von einem Jugendlichen gesprochen. Später schätzten sie das Alter des Attentäters auf 20 bis 22 Jahre.

    Präsident Asif Ali Zardari and Premierminister Yousuf Raza Gilani verurteilten den Anschlag. Sie kündigten nach Angaben der Staatsagentur APP an, «alle notwendigen Maßnahmen zur Eliminierung von Extremismus und Terrorismus im Land fortzusetzen».

    Ein Taliban-Sprecher namens Ihsanullah Ihsan sagte, der Anschlag sei eine Vergeltungsmaßnahme für die Militäroffensive in der Region Swat im vorvergangenen Jahr, an der das Punjab-Regiment maßgeblich beteiligt war. Bei den schweren Gefechten zur Vertreibung der Taliban waren nach offiziellen Angaben rund 3000 Aufständische und mehr als 600 Soldaten getötet worden.

    «Wir haben mehrfach versucht, das Punjab-Regiment anzugreifen, und schließlich waren wir dank Gottes Gnade erfolgreich», sagte der Taliban-Sprecher. «So Gott will, werden wir weiterhin all denen Lektionen erteilen, die uns direkt angegriffen oder mit den Amerikanern bei Drohnenangriffen kollaboriert haben.» Bei einem früheren Selbstmordanschlag auf das Punjab-Regiment im Jahr 2006 waren 35 Soldaten getötet worden.

    Nach Angaben aus Geheimdienstkreisen wurden am Donnerstag im Stammesgebiet Nord-Waziristan die Leichen von zwei Polizisten und einem Dorfbewohner gefunden, denen die Aufständischen vorgeworfen hatten, für die USA zu spionieren. Die Männer waren im Januar entführt worden. Die USA drängen die pakistanische Armee, in Nord-Waziristan eine Offensive zu beginnen. Die Gegend an der afghanischen Grenze ist Rückzugsgebiet für Aufständische.

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