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    Hamburg

    Abofallen: Anklage fordert Haft- und Geldstrafen

    Der Hauptangeklagte im Hamburger Prozess um einen groß angelegten Internet-Betrug mit sogenannten Abofallen soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft vier Jahre ins Gefängnis.

    Prozess gegen Abzocke mit Abofallen
    Einer von acht Angeklagten geht in den Sitzungssaal 300 des Landgericht Hamburg.
    Foto: Daniel Bockwoldt - DPA

    Für drei Mitangeklagte verlangte die Anklagevertreterin am Freitag Bewährungsstrafen, für drei weitere Geldstrafen. Die Männer sollen fast 70 000 Internet-Nutzer geprellt und mehr als fünf Millionen Euro ergaunert haben. «Die gesamte Organisation ist als hochprofessionell anzusehen», sagte die Staatsanwältin.

    Laut Anklage sollen die Männer von Juli 2007 bis Februar 2010 mit diversen Scheinfirmen Downloadportale im Internet betrieben haben. Eigentlich kann dort Software kostenlos heruntergeladen werden - doch die Angeklagten sollen die Surfer auf ihre eigenen, trickreich gestalteten Internetangebote gelenkt haben. Dabei sollen sie die Nutzer etwa mit versteckten Kostenhinweisen und präparierten Webseiten getäuscht haben.

    Die Anklagevertreterin warf dem 28-Jährigen erhebliche kriminelle Energie vor. «Er bereitete sich gezielt über Jahre vor.» Der Mann sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft. Der zweite mutmaßliche Haupttäter, ein 31-Jähriger, habe dagegen mit seinem umfassenden Geständnis erheblich zur Aufklärung beigetragen. Für ihn forderte die Anklage eine zweijährige Bewährungsstrafe.

    Wenn die Internet-Nutzer nicht zahlten, soll ein ebenfalls angeklagter Rechtsanwalt Mahnschreiben verschickt haben. Mit seiner Inkassotätigkeit habe er einen erheblichen Schaden verursacht, sagte die Staatsanwältin. «Er hat seine Stellung als Rechtsanwalt bewusst ausgenutzt, um gezielt auf die Opfer einzuwirken.» Der 36-Jährige soll nach dem Willen der Anklage zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt werden.

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