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New York

Jazzsängerin Abbey Lincoln gestorben

dpa

Eine Woche nach ihrem 80. Geburtstag ist die amerikanische Jazzsängerin Abbey Lincoln gestorben. Lincoln, die eigentlich Anna Marie Wooldridge hieß, hatte sich von einer Barsängerin zu einem politisch engagierten Jazzstar entwickelt.

Abbey Lincoln
Abbey Lincoln am 03.11.1989 bei einem Auftritt anläßlich der Jazz-Tage in Berlin (Archivfoto).

In den 60er Jahren gehörte die schwarze Künstlerin zu den bekannten Gesichtern der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Zu der Zeit spielte sie auch in Filmen mit, bevor sie sich in den 70er Jahren wieder dem Jazz widmete. Lincoln wurde als zehntes von zwölf Kindern in Chicago geboren, wuchs aber auf dem Land auf. In Honolulu auf Hawaii sang sie in Nachtclubs und lernte dort Louis Armstrong und Billie Holiday kennen, die zeitlebens ihr Vorbild bleiben sollte. Mit dem Künstlernamen Lincoln – zu Ehren des 1865 ermordeten US-Präsidenten – machte sie in der Jazzszene Karriere. Ihr letztes Album erschien vor drei Jahren. Lincoln starb nach Angaben der «New York Times» (Montag) am Samstag in Manhattan, wo sie die letzten Jahrzehnte gelebt hatte.

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