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    Coriano

    Tausende Fans bei Trauerfeier für Simoncelli

    Tausende Fans haben Marco Simoncelli bei einer bewegenden Trauerfeier in seinem Heimatort Coriano die letzte Ehre erwiesen.

    Trauer
    Unter großer Anteilnahme wird der Sarg von Marco Simoncelli in die Kirche von Coriano getragen.
    Foto: Pasquale Bove - DPA

    Sie verfolgten den Trauergottesdienst für den dem beim Großen Preis von Malaysia tödlich verunglückten Motorrad-Piloten auf Video-Leinwänden vor der Kirche von Coriano und auf der nahen Rennstrecke von Misano Adriatico bei Rimini.

    Als der mit weißen Blumen geschmückte Sarg in die Kirche getragen wurde, brandete immer wieder Applaus auf. Die Fans des im Alter von 24 Jahren verstorbenen Rennfahrers legten auf dem Kirchvorplatz Blumen, Briefe und Fahnen mit seiner Startnummer 58 nieder.

    Bei der Trauerfeier in der Kirche waren neben der Familie und Freunde auch zahlreiche Kollegen aus der Motorsportszene. Zu den Trauergästen zählte auch Simoncellis Rennfahrerkollege und Freund Valentino Rossi. Er hatte dem beim MotoGP-Lauf in Sepang in der zweiten Runde gestürzten Simoncelli wie Colin Edwards (USA) nicht mehr ausweichen können und seinen Landsmann überfahren.

    Den Trauergottesdienst hielt der Bischof von Rimini, Francesco Lambiasi. «Jetzt stehst Du auf dem höchsten Podest», sagte der Bischof in seiner Predigt. Auf Simoncellis Sarg lag der Helm des Piloten. Neben dem Altar standen zwei Motorräder, eine Gilera 250 und eine Honda, mit denen Simoncelli Rennen bestritten hatte.

    Valentino Rossi schob einer der Rennmaschinen nach der Trauerfeier aus der Kirche. Danach wurde Simoncellis Sarg zu den Klängen seines Lieblingslieds des italienischen Rock-Musiker Vasco Rossi aus der Kirche getragen und für einige Minuten zwischen seinen Fans abgestellt. Viele waren in Rennanzügen gekommen.

    Die italienische Regierung repräsentierten Jugend-Ministerin Giorgia Meloni und Sport-Staatssekretär Rocco Crimi. Die Trauerfeier wurde am Donnerstagnachmittag von italienischen Fernsehstationen live übertragen. Am Vortag hatten sich bereits mehr als 20.000 Menschen von dem im städtischen Theater aufgebahrten Simoncelli verabschiedet.

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