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    Nürburg

    Sicherheitsdebatte überschattet 24-Stunden-Rennen

    Sieben Wochen nach dem schockierenden Unfall-Tod eines Zuschauers bei einem Langstreckenrennen auf dem Nürburgring steht die legendäre Nordschleife erneut im Fokus.

    Tempolimit
    An bestimmten Stellen dürfen die Faher auf dem Nürburgring nur 200km/h schnell sein.
    Foto: Thomas Frey - dpa

    Am Samstag wird die 43. Auflage des berühmten 24-Stunden-Rennens auf der Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und Grand-Prix-Kurs gestartet. Allerdings ist es kein gewöhnliches Langstreckenrennen. Denn die Teilnehmer, darunter auch acht DTM-Piloten, müssen ihr Tempo an zwei neuralgischen Abschnitten erheblich drosseln.

    In der Fahrerbesprechung erklärte Rennleiter Walter Hornung unmissverständlich: «Es wird keine Toleranz geben. In den definierten und gekennzeichneten Abschnitten sind 200 bzw. 250 km/h das absolute Limit.» Für den Fall von Geschwindigkeitsüberschreitungen kündigte Hornung drastische Strafen bis hin zum sofortigen Wertungsausschluss und dem Entzug der Nordschleifen-Lizenz an.

    Vor allem die Werksfahrer der Hersteller Aston Martin, Audi, Bentley, BMW, Mercedes, Nissan und Porsche zeigen Verständnis für diese unpopuläre Maßnahme. «Es war klar, dass wir nach diesem Unfall nicht zur Tagesordnung übergehen können», sagte Vorjahressieger Markus Winkelhock (Audi). «Es steht zu viel auf dem Spiel und wir sind froh, dass überhaupt gefahren wird.»

    Das verdanken die 595 Piloten aus fünf Kontinenten und 35 verschiedenen Ländern den rechtzeitig vor Beginn des Rennens fertiggestellten Sicherheitsmaßnahmen, die vor allem dem Schutz der mehr als 100 000 erwarteten Zuschauer gelten.

    So ist beispielsweise am «Flugplatz», wo Ende März der Nissan des Briten Jann Mardenborough über den Sicherheitszaun in einen Zuschauerbereich geflogen war und dabei einen Fan getötet hatte, hinter der Leitplanke noch ein zweiter Sicherheitszaun installiert worden. Zudem hat man die vor den Schutzplanken stehende Doppelreihe Reifenstapel um rund 50 Meter erweitert.

    Außerdem wurde der bisherige Zuschauerbereich um rund sieben Meter zurückversetzt und der entstandene Freiraum komplett gesperrt. Entsprechende Warnschilder weisen auf diese Neuregelung hin.

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