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Barcelona

Motorrad-Show geht weiter: Bradl siegt – Folger 3.

dpa

«Blüh im Glanze dieses Glückes» – bei dieser Zeile der Nationalhymne begann Stefan Bradl mit einem triumphierenden Lachen mitzusingen. Der Bayer brauchte bei seinem dritten Saisonerfolg in der Motorrad-Weltmeisterschaft in Barcelona das Glück nicht zu strapazieren.

Moto2-Sieger
Stefan Bradl jubelt über seinen Sieg in Katalonien.
Foto: DPA

«Wheelie»
Mit seinem Motorrad feiert Stefan Bradl nur auf dem Hinterrad fahrend seinen Erfolg.
Foto: DPA

Es war ihm dennoch ebenso hold wie zuvor Jonas Folger, der beim Erfolg von Nicolas Terol aus Spanien im Rennen der 125-Kubikzentimeter-Klasse Rang drei belegte.

Rasant
In der Klasse Moto2 jagt Stefan Bradl (R) vor dem Spanier Julian Simon durch die Kurve.
Foto: DPA

In der «Königsklasse» MotoGP demonstrierte der ehemalige Weltmeister Casey Stoner sein Können und die Dominanz von Honda. Der Australier siegte überlegen vor Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo aus Spanien und dessen Yamaha-Teamkollegen Ben Spies aus den USA.

Start
In der 125ccm-Klasse starten die Piloten ins Rennen um den GP von Katalonien.
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Fünftes Rennen, fünfte Pole Position, dritter Sieg – für Bradl verläuft das erste Saisondrittel wie ein schöner Traum. Doch der Zahlinger dominiert die Moto2-Klasse derart, dass es kein Zufall mehr ist. «Es war ein sehr schönes Rennen. Ich wurde nur einmal eine Runde lang von Julian Simon attackiert. Dann habe ich das Rennen so abgespult, wie ich es in meinem Kopf zurecht gelegt hatte. Ich habe mich wieder auf mich konzentriert und Runde für Runde gleichmäßig Gas gegeben. Was soll ich noch dazu sagen», meinte Bradl, dessen Siegerjubel auf der Auslaufrunde auch die spanischen Fans zu Ovationen animierte.

Auf Schultern
Der Sieger in der 124er-Klasse, Nicolas Terol (m) wird von seinem Team auf Schultern getragen.
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Mit seinem sechsten Grand-Prix-Sieg insgesamt überholte der 21-Jährige in der Familienchronik auch seinen Vater Helmut. Dieser sieht das Potenzial seines Sprösslings noch nicht ausgeschöpft. «Er ist immer hochkonzentriert, legt Superstarts hin, fährt technisch sauber – es sieht alles so einfach aus», meinte Helmut Bradl und ergänzte: «Heute musste er nicht mehr tun, aber er kann noch zulegen. Davon bin ich überzeugt.»

Königsklasse
Casey Stoner (r) legt sich vor Jorge Lorenzo tief in eine Kurve.
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Glücklich und völlig unerwartet kam Jonas Folger zu seiner zweiten Podestplatzierung in dieser Saison. In der Achtelliterklasse wurde sein Teamkollege Johann Zarco aus Frankreich wegen eines unfairen Manövers ausgangs der Zielkurve gegen Nicolas Terol mit einer 20-Sekunden-Zeitstrafe belegt, was ihn Sieg kostete und nur Rang sechs einbrachte. Während Terol seinen vierten Sieg im fünften Rennen bejubelte, rutschte Folger auf Rang drei vor.

«Ich bin sehr glücklich mit dem dritten Platz, auch wenn ich von einer Strafe gegen meinen Teamkollegen profitiere. Für ihn tut es mir leid, aber es sind schöne Punkte für mich», meinte der Bayer, der ein hervorragendes Rennen ablieferte. Bei seinem 42. Grand Prix jagte er dem Pulk hinterher und war bei Halbzeit Vierter. Dort lieferte er sich einen großen Kampf mit Sandro Cortese, den er am Ende knapp für sich entschied.

«Ich bin sehr traurig. Normalerweise müsste ich viel weiter oben stehen», sagte Cortese. Nach einem hervorragenden Start kam für den Berkheimer eine Schrecksekunde, als seine Aprilia plötzlich ausging. «Ich habe am Gas gespielt und dachte, die Sache ist gelaufen. Aber dann kam sie wieder, nur war ich da schon 15.; ich habe jede Runde gebissen und war der absolute Chef im Ring. Umso enttäuschter bin ich nun», meinte der in der WM-Gesamtwertung weiter auf Rang zwei liegende Italo-Schwabe.

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