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Brünn

Folger beschenkt sich selbst: Vierter in Brünn

dpa

Jonas Folger ist zurück. Zwei Tage nach seinem 17. Geburtstag beschenkte sich der Bayer aus Schwindegg selbst und kam beim Motorrad-WM-Lauf von Tschechien in Brünn in der 125-Kubikzentimeter-Klasse auf Rang vier.

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Jonas Folger lieferte in Brünn ein starkes Rennen ab.

In der Box wurde der Aprilia-Pilot sehnlichst von seinen Eltern erwartet und vom gesamten Team überschwänglich gefeiert. Dagegen erlebte Sandro Cortese, am Sachsenring noch umjubelter Dritter, einen rabenschwarzen Tag. Als 16. zog der Mitfavorit sogar völlig ohne WM-Punkte von dannen. In der Moto II atmete Stefan Bradl erleichtert auf, nachdem er, von Startplatz 20 ins Rennen gegangen, Neunter geworden war.

Die Serie der spanischen Erfolge setzte sich auch in Brünn fort. In der Achtelliter-Klasse kam Nicolas Terol auf Aprilia zu einem überzeugenden Sieg mit über 20 Sekunden Vorsprung. In der Moto II war der WM-Führende Toni Elias nicht zu schlagen und das Rennen der «Königsklasse» MotoGP gewann Jorge Lorenzo. Der Yamaha-Pilot führt die WM-Wertung mittlerweile mit 77 Punkten Vorsprung an. Teamkollege Valentino Rossi (Italien), der Fünfter wurde, wollte noch am späten Nachmittag seinen Wechsel zu Ducati zur kommenden Saison bekanntgeben.

«Zum Glück hatten wir die richtigen Reifen», sagte Folger erleichtert nach einer wahren Nervenschlacht. Unmittelbar vor dem Start hatte es begonnen zu regnen, so dass noch in der Startaufstellung von Trocken- auf Regenreifen gewechselt werden musste. In dieser Hektik hatte Folger bereits wie abwesend neben seiner Aprilia gestanden und diese Konzentration auch im Rennen gehalten. «Es war schwierig mit den Top-Leuten mitzufahren. Dann habe ich mich an den Spanier Rabat gehalten. Zwar konnte ich ihn nicht halten, aber ich habe mich bis zum Schluss an ihm orientiert. Die Top Ten sind nun für den weiteren Saisonverlauf immer mein Ziel.»

Cortese dagegen musste sich beherrschen. «Es war eine einzige Katastrophe heute. Erst die Hektik am Start, dann habe ich keinen Rhythmus gefunden und am Ende war auch noch der Reifen hin. Ich war machtlos. Nun muss ich das ganz schnell vergessen und wieder 100 Prozent zeigen», sagte der Berkheimer Derbi-Pilot, der auch noch hinter dem Pflugdorfer Marcel Schrötter gelandet war, der als 13. das Ziel erreichte.

In der Moto 2 gab es für Bradl nach einem schwachen Qualifikationstraining einen gelungenen Wettkampf. «Der Start war okay, ich hatte guten Speed und da ich meinen Fahrstil reifenschonend umgestellt habe, hat es geklappt. Ich bin sehr zufrieden», meinte der Zahlinger. Arne Tode aus Glauchau, von Rang acht gestartet, landete bereits in der ersten Runde im Kies und schied aus.

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