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    Mainz

    Wie sucht man einen Intendanten?

    Wenn Staatstheaterintendant Matthias Fontheim nach der Spielzeit 2013/2014 das Mainzer Haus verlässt, wird sein Nachfolger vermutlich längst feststehen. Stadt und Land haben die Stelle bereits in überregionalen Zeitungen und Fachzeitschriften bundesweit ausgeschrieben.

    Zwei Spielzeiten wird Matthias Fontheim noch das Staatstheater leiten. Sein Nachfolger wird derzeit gesucht. (Illustration: Michael Schauer)
    Zwei Spielzeiten wird Matthias Fontheim noch das Staatstheater leiten. Sein Nachfolger wird derzeit gesucht. (Illustration: Michael Schauer)

    Beworben haben sich nach Auskunft von Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), Leiter der Findungskommission, die vom Aufsichtsrat des Theaters zu diesem Zweck berufen wurde, bereits viele. Wie viele, will er im Hinblick auf das laufende Bewerbungsverfahren nicht verraten.

    Die Findungskommission wird auch die Gespräche mit den Bewerbern führen. Entschieden wird schlussendlich vom Aufsichtsrat des Staatstheaters, der aus sechs Mitgliedern besteht, drei vom Land, drei von der Stadt. Vorsitzende ist Kulturministerin Doris Ahnen.

    Staatstheater soll Leuchtturm bleiben 

    OB Ebling bekennt sich auf MRZ-Anfrage nicht nur erneut deutlich zum Drei-Sparten-Haus, sondern auch zur Rolle des Theaters als kultureller Leuchtturm des Landes. Es werde ausdrücklich eine Person gesucht, die über mehrjährige Leitungserfahrung in einem Mehrsparten-Theater verfügt.

    In der Ausschreibung heißt es wörtlich: "Erwartet werden konzeptionelle Vorstellungen dazu, wie das Staatstheater Mainz seine Funktion als bedeutendes kulturelles Zentrum und als Impulsgeber mit überregionaler Ausstrahlung wahren und ausbauen kann."

    Stadt und Land senken ihre Zuschüsse

    Erst im vergangenen Jahr wurde nach monatelangem Streit beschlossen, den Jahresetat des Hauses von 26,7 Millionen Euro ab der Spielzeit 2012/2013 um mehr als eine Million Euro zu senken. Die jährlichen Zuschüsse von Stadt und Land, bisher jeweils 11,2 Millionen Euro, reduzieren sich um jeweils 375 000 Euro, der Rest soll durch höhere Eintrittspreise hereinkommen.

    Fontheim hatte, nachdem bekannt wurde, dass er Mainz verlässt, öffentlich in der Presse erklärt, dass die neuen Tarifsteigerungen von 6,3 Prozent und die verordneten Einsparungen eine Summe seien, mit der ein Erhalt des Drei-Sparten-Theaters nicht mehr zu gewährleisten sei. Auf MRZ-Anfrage heißt es dazu von OB Ebling schlicht: "Der Aufsichtsrat ist hier anderer Meinung." Dennoch schließt Ebling Kooperationen mit anderen Theatern nicht aus.

    Auch Wiesbaden und Darmstadt suchen neue Chefs

    Neben dem Mainzer Haus suchen zeitgleich auch die Theater Wiesbaden und Darmstadt neue Intendanten. Eine verstärkte Kooperation zwischen den Häusern sei bereits seit Jahren Gegenstand von Gesprächen, so Ebling. Ein Beispiel sei etwa das internationale Theaterfestival "Neue Stücke aus Europa", das alle zwei Jahre in Mainz und Wiesbaden stattfindet.

    Mit Fontheim ist seit 2006 ein ausgewiesener Schauspiel-Experte in Mainz. Sein Vorgänger Georges Delnon (1999 bis 2000) hat sich vor allem mit seinen Opern-Inszenierungen eine Namen gemacht. Darüber hinaus hat Delnon mit dem Engagement von Ballettchef Martin Schläpfer der Sparte Tanz in Mainz zu überragendem Erfolg verholfen. Ob nun jemand gesucht wird, der wieder die Oper stärker in den Fokus rückt, ist offen. Von Andrea Wagenknecht

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