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    Rheinhessen

    Wegweiser zu wahrem Genuss

    Wer beim Kauf von Wein und Sekt sicher sein will, Top-Qualität im Glas zu haben, kann sich auf die Landwirtschaftskammer verlassen. Die prüft Tausende von Tropfen. Allerdings nimmt nicht jeder im Land erzeugte Wein an der Prämierungsprüfung teil.

    Unverkennbar: Der Qualitätsbeweis am Flaschenhals. Foto: LWK
    Unverkennbar: Der Qualitätsbeweis am Flaschenhals.
    Foto: LWK

    Rheinhessen - Wer beim Kauf von Wein und Sekt ganz sicher sein will, Top-Qualität im Glas zu haben, kann sich auf die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK) verlassen.

    Die prüft Jahr für Jahr Tausende von edlen Tropfen und zeichnet die besonders guten je nach der in der Prüfung erreichten Punktzahl mit goldenen, silbernen oder bronzenen Preismünzen aus. Vergeben werden die Punkte bei dieser Wein- und Sektprämierung von unabhängigen Juroren, die anerkannte Experten sind.

    Allerdings nimmt nicht jeder im Land erzeugte Wein an der Prämierungsprüfung teil. Vielmehr reichen Winzer freiwillig ihre nach eigenem Empfinden besten Kreszenzen dazu ein. Landesweit beteiligten sich in diesem Jahr 1590 Betriebe mit 19 829 Weinen und Sekten am Wettbewerb um die Preismünzen. Im größten deutschen Anbaugebiet Rheinhessen waren es nach Auskunft der Kammer 474 Güter mit 6081 Weinen. Das ist die höchste Teilnehmerzahl seit 1985. "Dies zeigt die große Bedeutung der Landesweinprämierung für die Erzeuger im Hinblick auf den internen Qualitätsvergleich und die Imagebildung im Weinmarkt", kommentiert der Präsident des Weinbauverbandes Rheinhessen, Ingo Steitz, das Engagement. Zudem biete der Wettbewerb für junge, noch unbekannte Betriebsleiter eine gute Möglichkeit, ihr Können mit Prämierungserfolgen nach außen hin zu dokumentieren. Schließlich zieren die Preismünzen als Aufkleber gut sichtbar den Flaschenhals oder sie finden im Bereich des Etiketts einen Platz.

    66 Prozent der in Rheinhessen zur Prämierung eingereichten Tropfen waren in diesem Jahr weiß, der Rotweinanteil lag bei 25,4 Prozent. Die restlichen knapp zehn Prozent verteilen sich auf Produkte wie Weißherbst oder Rose. Vertreten war überwiegend der Jahrgang 2011 (73,2 Prozent). Frühere Jahrgänge fanden sich naturgemäß vor allem beim Rotwein.

    Die Prämierungsstatistik 2012 weist aus, dass der Anteil trockener Weine bei 53,6 Prozent lag, halbtrockene Kreszenzen kamen auf 19,8 Prozent. Und welche Rebsorten schickten die Winzer ins Rennen? Die LWK weiß auch das zu berichten: Riesling war allein in 18,6 Prozent der angestellten Flaschen, Spätburgunder in 10,2 Prozent. Weißer und Grauer Burgunder sowie Chardonnay brachten es zusammen auf 19,4 Prozent. Steitz: "Alles in allem zeigt das: Rheinhessen bietet ein interessantes und breites Spektrum hochwertiger Weine unterschiedlicher Rebsorten in verschiedenen Qualitätsstufen, Geschmacksarten und Ausbauvarianten."

    Was den Winzersekt betrifft, nannte die Kammer folgende Zahlen aus der Prämierung: 52 rheinhessische Betriebe stellten genau 100 Sekte an. 29 Prozent davon waren "brut" und "extra brut", ca. 21 Prozent "extra trocken", 33 Prozent "trocken" und 17 Prozent "Halbtrocken" und "mild".

    Ob Wein oder Sekt - nicht jeder tropfen wird für auszeichnungswürdig befunden, auch wenn die Winzer ja vermeintlich nur das Beste einreichen. "Die Ablehnungsquote liegt bei etwa 25 Prozent", weiß Ludwig Tauscher, Leiter des mit der Prämierungsprüfung befassten Weinbauamtes in Alzey. Da gebe es immer wieder Diskussionen mit Betriebsleitern oder Kellermeistern, wenn sie bei der Preismünzenvergabe leer ausgingen.  Helmut Oesterwinter

    So funktioniert die Wein- und Sektprämierung: Bei der Landeswein- und Sektprämierung wird jeder eingereichte Wein oder Sekt von einer Gruppe unabhängiger Fachleute in einer verdeckten Probe sensorisch geprüft. Die Experten wissen also nicht, wer den jeweiligen Wein oder Sekt erzeugt hat oder in welcher Preisklasse er angesiedelt ist. Vergeben kann jeder Prüfer in einer Testrunde maximal fünf Punkte (beste Bewertung). Die insgesamt vergebenen Punkte werden durch die Zahl der Prüfer geteilt, so dass sich ein Mittelwert ergibt. für 3,5 bis 3,99 Punkte gibt es die Bronzene Kammerpreismünze, für 4,0 bis 4,49 Punkte die Silberne Kammerpreismünze und für 4,5 bis 5 Punkte die in Gold.

    Mainzer Rhein-Zeitung
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