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    Vor 25 Jahren wurde Lehmann Chef der Bischofskonferenz

    Der wohl prominenteste Katholik bundesweit feiert Jubiläum: An diesem Samstag jährt sich zum 25. Mal der Tag, an dem der Mainzer Oberhirte Karl Lehmann zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt wurde.

    Prächtig gelaunt: Bischof Karl Lehmann (rechts) und Generalvikar Dietmar Giebelmann. Das Foto stammt vom 75. Geburtstag Lehmanns.
    Prächtig gelaunt: Bischof Karl Lehmann (rechts) und Generalvikar Dietmar Giebelmann. Das Foto stammt vom 75. Geburtstag Lehmanns.
    Foto: Bernd Eßling

    Fast 21 Jahre lang stand der auch außerhalb der Kirche weithin anerkannte Theologe an der Spitze des Gremiums, erst 2008 trat er wegen Herz-Rhythmus-Störungen von diesem Amt zurück. Mainzer Bischof ist Lehmann aber weiterhin - trotz seiner 76 Jahre.

    "Er hat einige medizinische Maßnahmen über sich ergehen lassen müssen", sagt sein Sprecher Tobias Blum. Auch Krücken verwende Lehmann inzwischen. "Er ist aber ganz zuversichtlich. Er klagt nicht." Im Bistum Mainz, dessen Gebiet zu zwei Drittel in Hessen liegt, ist Lehmann nach wie vor sehr präsent. Am ersten Wochenende im Oktober will er laut Blum auch wieder nach Rom reisen. Dann erklärt Papst Benedikt XVI. die heilige Hildegard von Bingen zur Kirchenlehrerin. Seit 2001 ist Lehmann zudem Kardinal. Purpurträger können in der Regel bis zum 80. Geburtstag als Bischof wirken.

    Lehmann gilt als Mann des Ausgleichs, als Brückenbauer, der sich jedoch nicht verbiegt. Mit seiner Bereitschaft zum Dialog hat er sich im Vatikan nicht nur Freunde gemacht, etwa mit seinem gemäßigt liberalen Kurs bei wiederverheirateten geschiedenen Katholiken und der Konfliktberatung für Schwangere.

    Lehmann kennt Papst seit 50 Jahren

    Benedikt XVI. war seinerzeit als Präfekt der Glaubenskongregation und somit oberster Glaubenshüter sein Gegenüber. Beide kennen sich schon seit einem halben Jahrhundert. Lehmann bezeichnet den neun Jahre älteren Pontifex als "sehr kollegial und wohlwollend".

    Der Mainzer Oberhirte selbst wird vom langjährigen Sekretär der Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, als ein Vorsitzender beschrieben, der "sein Urteil umsichtig und mit Weitblick bildet und dabei viele Betroffene einbezieht". Der Jesuit Langendörfer bewundert Lehmann nach eigenen Angaben: "Er hatte immer schon alles gelesen und verarbeitet, was neu war, so dass ich selbst oft genug gar nicht mit seinem Tempo mithalten konnte."

    Der Kardinal habe eine positive und motivierende Ausstrahlung. "Allerdings konnte er auch streng sein, zum Beispiel in Bezug auf präzise und sprachlich gut formulierte Niederschriften und Protokolle", ergänzt Langendörfer. "Es waren sehr intensive und erfüllte Jahre der Zusammenarbeit mit ihm."

    Lehmann war 1987 bei seiner Wahl zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz der erste Oberhirte ohne Kardinalstitel in diesem Amt. Der Herzlichkeit und Wärme ausstrahlende Theologe war 1936 als Sohn eines Dorfschullehrers im schwäbischen Sigmaringen geboren worden.

    In Rom hat der promovierte Schüler des berühmten Theologen Karl Rahner wie jeder Purpurträger eine sogenannte Titelkirche: San Leone Magno. Und wenn Lehmann dereinst in den Ruhestand geht, behält er den Kardinalstitel sein ganzes Leben lang.  Jens Albes

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