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Mainz

Vieles spricht für neuen Münsterplatz

Für eine Umgestaltung des Münsterplatzes in den kommenden Jahren gibt es zahlreiche Argumente. So könnte der Hauptbahnhof als Verkehrsknotenpunkt für Busse und Straßenbahnen entlastet werden, denn er hat seine Kapazitätsgrenzen längst erreicht.

Mainz – Für eine Umgestaltung des Münsterplatzes in den kommenden Jahren gibt es zahlreiche Argumente. So könnte der Hauptbahnhof als Verkehrsknotenpunkt für Busse und Straßenbahnen entlastet werden, denn er hat seine Kapazitätsgrenzen längst erreicht.

Mit der Verlegung neuer Gleise von der Bahnhofsstraße zum Schillerplatz könnte ein neues Stadt-Entrée entstehen, bei dem einige Straßenbahnlinien direkt vom Münsterplatz zur Haltestelle Hauptbahnhof-West geführt werden könnten.

Das wäre eine Erleichterung für den öffentlichen Nahverkehr und könnte Touristen zur besseren Orientierung dienen. Denn anders als in anderen Städten finden sie in Bahnhofsnähe keine Anlaufstätte, in der sie sich informieren können.

Stellen wieder gestrichen

Dies bedauern Jürgen Schmidt, Chef der Touristik Centrale Mainz (TCM) ebenso wie Werner Lütkemeier, Vorsitzender des Gästeführerverbandes. Seit 1995, als der Verkehrsverein, der Vorläufer der TCM, vom Eckhaus Parcusstraße/Bahnhofsstraße in den Brückenturm am Rathaus zog, werden die Touristen am Hauptbahnhof sich selbst überlassen – bis auf eine kurze Übergangszeit im Gutenbergjahr 2000. Wegen der vielen zusätzlichen Gäste hatte die TCM zwei Dependancen betrieben, eine am Gutenberg-Museum und eine in Kooperation mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) am Hauptbahnhof neben dem Hotel Hammer. Jeweils zwei halbe Stellen waren damals dafür geschaffen worden. Nach Ende des Gutenbergjahrs wurden sie wieder gestrichen.

"Es geht ums Geld", sagt Jürgen Schmidt ohne Umschweife. "Der Zuschuss für uns war im Gutenbergjahr zeitlich befristet erhöht worden. Eine Dependance am Hauptbahnhof wäre auch heute immer noch wünschenswert, aber nicht finanzierbar.

Dependance in Bahnhofsnähe gewünscht

Auch Gästeführer Lütkemeier würde eine Dependance in Bahnhofsnähe oder sogar im Hauptbahnhof begrüßen. Für Bahnreisende sei dies wünschenswert. Auch ihm ist klar, dass diese Dependance finanziert werden müste, man damit Geld verdienen kann.

Der Hauptstandort der Touristik Centrale am Rathaus sei sehr gut, betont Lütkemeier. Denn die Haltestelle für die Reisebusse befindet sich neben dem City-Hilton und damit in Rathausnähe. Zudem sei der Schiffstourismus in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen.

Eine Aufwertung der Bahnhofsstraße könnte nach Einschätzung der Bundespolizei noch einen Nebeneffekt haben: Die Anziehungskraft auf Gruppen und Grüppchen, die dort unter Alkoholkonsum den Tag verbringen, würde geringer, schätzt Stefan Heina, Pressesprecher der für Mainz zuständigen Bundespolizeiinspektion. Allerdings würde diese Klientel an andere Standorte der Innenstadt verdrängt und verstreut und damit schlechter kontrollierbar: "Das zeigen Erfahrungen aus anderen Städten." ath/ren

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