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Mainz/Bonn

Uniteam aus Mainz gewinnt höchstdotierten Hochschulpreis

Finanzwirtschaftliche Wege aus der Krise: Studenten der Uni Mainz, Uni Regensburg und der FH Anhalt sind die Preisträger des 8. Postbank Finance Award in Bonn. 1. Platz: Mainz.

Das Siegerteam aus Mainz (v.l.n.r.): Professorin Isabel Schnabel mit Cornelius Veith, Elisabeth Falck, Isabel Scheringer und Johannes Tischer von der Johannes Gutenberg-Universität. Im Vordergrund: Prof. Günter Franke (Vorsitzender der Jury; Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Finanzmanagement an der Universität Konstanz und Leiter des Zentrums für Finanzen und Ökonometrie an der Universität Konstanz) sowie Stefan Jütte (Vorsitzender des Vorstands Deutsche Postbank AG und Schirmherr des Postbank Finance Award).
 
Das Siegerteam aus Mainz (v.l.n.r.): Professorin Isabel Schnabel mit Cornelius Veith, Elisabeth Falck, Isabel Scheringer und Johannes Tischer von der Johannes Gutenberg-Universität. Im Vordergrund: Prof. Günter Franke (Vorsitzender der Jury; Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Finanzmanagement an der Universität Konstanz und Leiter des Zentrums für Finanzen und Ökonometrie an der Universität Konstanz) sowie Stefan Jütte (Vorsitzender des Vorstands Deutsche Postbank AG und Schirmherr des Postbank Finance Award).
Foto: wolterfoto.de

Mainz/Bonn – Finanzwirtschaftliche Wege aus der Krise: Studenten der Uni Mainz, Uni Regensburg und der FH Anhalt sind die Preisträger des 8. Postbank Finance Award in Bonn. Der erste Platz ging an das Team der Johannes Gutenberg Universität.

Als hätte die Jury in die Zukunft geschaut: Die Aufgabenstellung des Postbank Finance Award 2010/11 „Stabilisierung der Europäischen Währungsunion und Implikationen für Private Geldanlage“ hat durch die Griechenlandkrise gewaltig an Brisanz gewonnen. „Es ist mehr als bemerkenswert, mit welcher Geschwindigkeit und Wucht sich diese Fragestellung binnen Jahresfrist zur wohl wichtigsten Thematik unseres Kontinents entwickelt hat“, sagte Ralf Stemmer, Vorstand Ressourcen der Deutschen Postbank AG und Mitglied der Jury, bei der Preisverleihung. „Ich freue mich für die Teilnehmer, dass ihre Arbeiten dadurch zu wertvollen Diskussionsbeiträgen bei der Bewältigung der aktuellen Euro-Krise geworden sind. Mehr Bedeutung kann einem Hochschulpreis nicht zuteil werden.“

Insgesamt dreißig studentische Teams von 22 Universitäten und Fachhochschulen aus Deutschland, Österreich und Polen haben dieses Mal an dem mit 100.000 Euro höchstdotierten deutschen Hochschulpreis teilgenommen.

Die Preisträger und ihre Ideen

Den ersten Rang mit einem Preisgeld von 50.000 Euro haben die Juroren an Elisabeth Falck, Isabell Scheringer, Johannes Tischer, Cornelius Veith und Gerold Willershausen von der Johannes Gutenberg Universität in Mainz vergeben. Zusammen mit ihrer Dozentin Prof. Dr. Isabel Schnabel haben sie den „Teufelskreis von Banken- und Schuldenkrisen und die Stabilität des Euro“ untersucht und herausgearbeitet, wie das Ausfallrisiko von europäischen Banken mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Heimatlandes in Verbindung steht. Auf dieser Grundlage haben sie wirtschaftspolitische Empfehlungen auf Bankenebene und auf Staatsebene formuliert.

Uni Regensburg und FH Anhalt auf den Plätzen

Der zweite Preis, dotiert mit 25.000 Euro, ging an die Universität Regensburg. Das Team hat ein „Sturmwarnsystem für Euro-Anleger“ entwickelt und eine Strategie erarbeitet, wie Anleger ihr Kapital rechtzeitig in sichere Häfen bringen, wenn eine Währungskrise heraufzieht. Über den dritten Preis und 15.000 Euro konnte sich das Team der FH Anhalt freuen. Die Studenten entwarfen Grundlinien eines internationalen Insolvenzrechts für Staaten. Sie wollen damit sowohl die Europäische Währungsunion stabilisieren als auch zur Stabilität der internationalen Finanzmärkte beitragen. Das Team schlägt ein „Internationales Forum zur Schuldenumstrukturierung“ (IFS) vor, das zwischen IWF und Weltbank in Washington angesiedelt werden soll.

Der Wettbewerb

Der Postbank Finance Award wird seit 2003 jährlich ausgeschrieben. Ziel ist es, unter dem Motto „Zukunft verstehen – Zukunft gestalten“ innovative und wissenschaftlich fundierte Antworten auf aktuelle finanzwirtschaftliche Fragen zu fördern. Mit dem Preis will die Bank Studierende aller Fachrichtungen ermutigen, sich mit aktuellen Fragen der Finanzwirtschaft zu beschäftigen. Darüber hinaus will sie den teilnehmenden Studierenden Anregung und Hilfestellung für die weitere Studien- und Karriereplanung bieten. Das Preisgeld fließt zu 70 Prozent in die Ausstattung der prämierten Hochschulen.

Weitere Informationen im Internet unter www.postbank.de/finance-award oder www.facebook.com/financeaward

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