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    Taubertsberg: Lässt Eigentümer das Hochhaus vergammeln?

    Der Frust bei den Mietern sitzt tief: Die Zustände am Mainzer Taubertsberg seien "vergleichbar mit dem Quartier am Finther Katzenberg".

    160 Wohneinheiten gibt es "Am Taubertsberg 4". Mieter klagen  seit dem Eigentümerwechsel über Verschmutzung und Schäden.
    160 Wohneinheiten gibt es "Am Taubertsberg 4". Mieter klagen seit dem Eigentümerwechsel über Verschmutzung und Schäden.
    Foto: Bernd Eßling

    Mainz - Der Frust bei den Mietern sitzt tief: Die Zustände am Mainzer Taubertsberg seien "vergleichbar mit dem Quartier am Finther Katzenberg".

    Müll, Schmutz und Schäden auf dem Katzenberg sind auf das Hochhaus Am Taubertsberg 4 "eins zu eins übertragbar". Das befindet Mieterin Ingeborg Kasper. Seit elf Jahren wohnt sie hier im dritten Obergeschoss und ärgert sich nur noch, seit die "Deutsche Wohnen" das Gebäude zum 1. Oktober vergangenen Jahres übernommen hatte.

    Ratten werden angezogen

    Die "Deutsche Wohnen" war vergangene Woche bei einem Gespräch im Katzenbergtreff in Finthen vor allem bei Kindern und Jugendlichen in die Kritik geraten. In Finthen sind es verschmutzte Außenflächen und beschädigte Spielgeräte.

    "Auch am Taubertsberg liegt Sperrmüll wochenlang herum, Ratten werden angezogen, Müllbehälter nicht geleert und den Mietern werden die Autos aufgebrochen, weil die Rolltore der Garagen kaputt sind", klagt Ingeborg Kasper. Und im Winter werde nicht geräumt. Sie beklagt, ähnlich wie die Bewohner auf dem Katzenberg: "Wegen einer kaputten Glühbirne muss man in Berlin anrufen."

    Unter der Vor-Verwaltung habe es noch einen Hausmeister gegeben, der täglich ansprechbar war. Es sei regelmäßig kontrolliert und gereinigt worden. Doch das habe sich mit dem Besitzerwechsel verschlechtert. "Da werden Nebenkosten erhoben, aber die Leistung dafür fehlt", schimpft die Mieterin, die in ihrer Wohnung ihre 91-jährige Mutter pflegt.

    Müllproblem sei dem Unternehmen bewusst

    Zumindest in Bezug auf den Katzenberg hat die "Deutsche Wohnen", die in Finthen den Nelkenweg 2-6, 8 und 10 sowie 12 und 14 betreut, nach Angaben von Unternehmenssprecherin Juliane Kieslinger "die Lage im Blick". Zu dem Krisengespräch im Treff mit Sozialdezernent Kurt Merkator, Ortsvorsteher Herbert Schäfer und Treffleiter Andreas Blum sei man - entgegen der Aussage Blums - nicht eingeladen gewesen. Sonst wäre man natürlich gekommen.

    "Es gibt dort ein Müllproblem, das ist uns bewusst. Aber es liegt auch in unserem Interesse, dass es dort gut aussieht", so Kieslinger. Sie verweist auf Infos für die Mieter sowie auf Hausmeister, die "regelmäßig" nach dem Rechten sähen, ebenso werde regelmäßig gereinigt.

    Das entlockt Ingeborg Kasper mit Blick auf den Taubertsberg nur höhnisches Gelächter: "Das hören wir seit dem Oktober 2010. Nichts ist passiert. Es wird nur schlimmer!"

    Jochen Dietz

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