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    Mainz

    Studenten spielen modernes Mittelalter

    Die Mainzer Uni widmet sich der Liebe - oder besser dem "Traum von Liebe und Ritterschaft". Ganz wissenschaftlich natürlich.

    Mainz - Jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde zerbrechen sich Menschen wegen ihr den Kopf: Über die Liebe ist schon viel gesagt und gesungen worden.

    Auch das Mittelalter träumte seinen ganz eigenen Traum von Liebe. "Mainz 1184" heißt ein Projekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das im Rahmen der "Stadt der Wissenschaft" die höfische Kultur und Literatur unter dem Motto "Der Traum von Liebe und Ritterschaft" wieder aufleben lassen möchte.

    Die höfische Kultur ist dabei nicht einfach nur die Kultur einer bestimmten Epoche, sondern eine hochkomplexe Angelegenheit. Die weltlichen Mächtigen entwickelten im Mittelalter die Idee einer Kultur des Hofes, die die Verfeinerung aller Lebensbereiche zum Ideal erhob. Die Liebe wurde zu ihrem höchsten Symbol. Der Ort, an dem man dies zelebrierte, war das höfische Fest. Prominentes Beispiel ist das Hoffest auf der Maaraue im Jahr 1184, an dem Stauferkaiser Friedrich Barbarossa an Pfingsten seine Söhne in den Ritterstand erhob.

    Diese Zusammenkunft war darüber hinaus auch ein Fest der Poesie, zu dem Literaten, Sänger und Musiker aus vielen Ländern nach Mainz kamen, um die Idee von Liebe und Ritterschaft zu feiern. Am 4. Juni inszenieren die Studenten des Deutschen Instituts unter Leitung von Professor Stephan Jolie und Kerstin Rüther das Fest erneut: auf der Bühne des Staatstheaters und auf dem Kirchgarten. "Wir wollen die Faszination der Kultur und der Poesie nach außen vermitteln, indem wir das Fest modern umsetzen", erklärt Jolie. Die Studenten präsentieren die mittelalterliche Lyrik also so, dass sie den Menschen von heute verständlich wird.

    In einer literarischen Soirée im Kleinen Haus erwartet die Zuschauer bei freiem Eintritt ein spannender Abend, der mit Rezitationen, alter und neuer Musik, Inszenierungen und Erläuterungen aufwartet. Neben den Bühnenauftritten (zweiter Termin: 25. Juni im Innenhof des Bischöflichen Ordinariats) errichten die Studenten einen Begegnungsort im Kirschgarten. Hier informieren mehrere Würfelelemente, die zusammen eine Bühne ergeben, von Mai bis September spielerisch über die höfisch-ritterliche Kultur und mittelalterliche Literatur. Geplant sind auch Programmeinheiten wie Vorträge, Spektakel, Rollenspiele, Kostüme, Musik und ein Kinderprogramm sowie eine Stele am Rheinufer. Giovanna Marasco

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