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Mainz

St. Stephan: Stück für Stück wird die Orgel in die Kirche getragen

Das größte Orgelbauprojekt im Bistum Mainz nimmt allmählich Konturen an. Der erste Lastwagen der Orgelbaufirma Klais aus Bonn parkte am Dienstag vor dem Eingang von St. Stephan. Zehn fleißige Helfer der Gemeinde transportierten das Orgelgehäuse, die Spieltische und die Windlade der neuen Klais-Orgel mit Hubwaren und Gabelstaplern ins Kircheninnere.

Auf Rollbrettern transportierten die Helfer gestern das Orgelgehäuse ins Kircheninnere.
Auf Rollbrettern transportierten die Helfer gestern das Orgelgehäuse ins Kircheninnere.
Foto: Bernd Eßling

In zwei Wochen folgt ein weiterer Laster mit den insgesamt 3018 Orgelpfeifen. Einige der Pfeifen sind neun Meter hoch. Anschließend werden die Einzelteile zu einem Ganzen zusammengefügt. An Weihnachten soll die neue Klais-Orgel von St. Stephan das erste Mal bei einem Gottesdienst spielen.

Seit 60er Jahren ein Orgel-Provisorium

"Die Kirche war im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört worden", erläuterte Pfarrer Stefan Schäfer den Hintergrund. "Seit den 60ern haben wir ein kleines Orgel-Provisorium, das der Bedeutung der Kirche nicht angemessen ist." Deshalb startete die Gemeinde vor drei Jahren den Aufruf "Orgel 2012". Ein Wettbewerb unter fünf Orgelbaufirmen wurde ausgelobt, bei dem sich die Firma Klais aus Bonn durchsetzte.

900.000 Euro kostet die neue Orgel, weitere 150.000 Euro die Montage und der Einbau. "Wir finanzieren alles aus eigenen Mitteln",betonte Schäfer. "Das Bistum gibt nichts dazu." Um einen Antrag beim Bistum Mainz zu stellen, musste die Gemeinde ein Drittel der Summe vorweisen. Inzwischen sind in den drei Jahren durch Spenden und Sponsoren bereits 800.000 Euro für die neue Orgel zusammengekommen. Es gibt Patenschaften für eine oder mehrere Orgelpfeifen. Je nach Größe liegen diese zwischen 50 und 2000 Euro.

Harmonie mit Kircheninnerem

Die neue Klais-Orgel wird übrigens rechts vom Altar in Höhe der berühmten Chagall-Fenster aufgebaut. Sie hat 46 Register, verteilt auf drei Manuale: Hauptwerk, Positiv und Schwellwerk. Mit ihrer aufstrebenden gotischen Struktur harmoniert sie gut mit dem Kircheninneren. Das metallene Gehäuse reflektiert das Licht und harmoniert auf diese Weise ebenso gut mit den farbenprächtigen Fenstern.

Das alte Orgel-Provisorium links vom Altar bleibt vorläufig an seinem Standort stehen. Die Gemeinde möchte das Instrument verkaufen und sucht Interessenten. Die neue Orgel ist in erster Linie für den Gottesdienst gedacht. Es soll künftig aber auch eigene Orgelkonzerte in St. Stephan geben.

Oliver Gehrig

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