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    Mainz

    Schüler trommeln gegen BBS-Verlagerung

    Schüler der BBS II kämpfen mit einem Protestzug zwischen Feldbergplatz und Stadthaus um den Erhalt ihrer Schule. Derzeit wird diskutiert, die BBS II nach Ingelheim zu verlagern.

    Mainz. Ungewöhnlich laut ging es in den Fluren des Stadthauses her. Gut 70 bis 80 Schüler der Sophie-Scholl-Schule trommelten und skandierten: "Eine Stadt, die ihre Schüler mobbt, ist ja wohl total bekloppt."

    Gut 250 Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) II waren zuvor in einem Protestzug vom Feldbergplatz zum Stadthaus an der Kaiserstraße gezogen. Dort tagte der Schulträgerausschuss, auf dessen Tagesordnungspunkt 8 das Thema "Weiterentwicklung der BBSen" stand. Auch Lehrer und Schüler der BBSen nahmen daran teil.

    Denn sie wollen nicht, dass ihre Schule nach Ingelheim verlagert wird. Einen solcher Vorschlag sorgt für große Unruhe. Schüler der BBS II suchten vor der Sitzung gezielt die Gespräche mit Vertretern der Stadtratsparteien. Und zeigten sich anschließend sehr zufrieden. "Die Mainzer CDU steht ohnehin auf unserer Seite", sagte Schulsprecher Holger Engler. "Aber auch Cornelia Willius-Senzer von der FDP, Nico Klomann von den Grünen und Sissi Westrich von der SPD haben sich bereit erklärt, unsere Argumente anzuhören."

    In der Sitzung stellte Schuldezernent Kurt Merkator (SPD) klar, dass es sich bei dem im April diesen Jahres vorgelegten Schulentwicklungsplan BBS um ein "Analysepapier" handele. Dies sei als Diskussionsgrundlage gedacht für die Ausarbeitung eines gemeinsamen Schulentwicklungsplans für Mainz und den Landkreis Mainz-Bingen.

    Klaus-Dieter Wagner, Amtsleiter Schulverwaltung, ergänzte, dass inzwischen eine Expertenrunde ins Leben gerufen wurde, die in Kürze erstmals zusammenkomme. Merkator erläuterte, dass darin unter anderem Vertreter der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Kreiswirtschaft, der Stadtwirtschaft, je ein Schulleiter aus der Stadt und aus dem Kreis sowie eine Lehrervertretung der BBSen dabei sind.

    Ibolya Havel-Scheuermann, die Lehrervertreterin der Berufsbildenden Schulen, kritisierte, dass die Schulleitungen und die Lehrervertretung nicht ausreichend repräsentiert seien. Hier erhielt sie Unterstützung von Gerhard Reuter dem Schulleiter der BBS III in Mainz. Beide zweifelten zudem die Zahlen an, die der Gutachter Wolf Krämer-Mandeau als Grundlage in seinem Papier vorgelegt und daraus seine Schlüsse gezogen hatte.

    "Es ist noch nichts entschieden", stellte Merkator klar. Die Expertenrunde prüfe die Vorlage, komme dann zu eigenen Vorschlägen, die dann im Schulträgerausschuss öffentlich behandelt werden könnten. Auch Krämer-Mandeau könne eingeladen werden, um seine Zahlen und Analysen zu erläutern. Die Entscheidung liege bei der Aufsichtsbehörde ADD. Armin Thomas

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