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    Schluss mit lustig in der Finther Clownschule

    Die Mainzer Clownschule verlässt nach 18 Jahren ihre Räume auf dem Layenhof und zieht nach Hofheim. Eindrücke von der Abschlussshow.

    Strapazierten zum letzten Mal auf dem Layenhof die Lachmuskeln der Zuschauer: die Clowns Martin Kropp (links) und Andreas Helm. 
Foto: B. Eßling
    Strapazierten zum letzten Mal auf dem Layenhof die Lachmuskeln der Zuschauer: die Clowns Martin Kropp (links) und Andreas Helm.
    Foto: B. Eßling

    Mainz - Zwei Drittel des Interieurs sind schon umgezogen, Anfang nächster Woche wird das restliche Equipment nach Hofheim gebracht.

    Dann verlässt die Mainzer Clownschule nach 18 Jahren offiziell ihre Räumlichkeiten auf dem Layenhof. Am Sonntag fand dort die Abschlussshow der berufsbegleitenden Clownausbildung statt, zugleich die allerletzte Aufführung in der Spielstätte.

    In dem Haus mit den Ziffern 5803, von dessen Fassade der Putz abblättert, hat Leiter Michael Stuhlmiller die Schule aufgebaut und anfangs allein unterrichtet. In Hofheim will er die Schule für Clowns neu positionieren. "Das Theater soll ein eigenes Standbein werden und an Wichtigkeit zunehmen", sagt Stuhlmiller.

    In Hofheim erwartet die angehenden Clowns und das Publikum außerdem mehr Platz. "Herzstück" des neuen Hauses ist ein gut 280 Quadratmeter großer Saal, der die Umsetzung der ehrgeizigen Theaterpläne ermöglicht und größere, professionelle Aufführungen ermöglicht. Stuhlmiller wirkt optimistisch, er könne den Layenhof mit einem guten Gefühl verlassen. "Und wir sind ja nicht aus der Welt", fügt er hinzu, und rechnet mit Besuchen des Mainzer Publikums. Die Mainzer bedauern den Umzug anscheinend mehr als der Schulleiter.

    Die Schule für Clowns hat sich fest in Finthen verankert. Viele Clownliebhaber kamen seit Jahren regelmäßig zu den Shows, wie Reinhilde Hof aus Mainz zur "Mittwochsbühne". "Immer wenn ich nicht gut drauf war und mir eine Vorstellung angesehen habe, bin ich mit einem Lächeln hinausgegangen", sagt die Seniorin.

    Ein Paar aus Mainz erzählt, es habe schon oft Vorstellungen der Mainzer Clowns besucht, so auch diese letzte: "Wir hatten immer Bauchschmerzen vor Lachen." Von den Besuchern geschätzt ist auch das Engagement der Clowns in Mainzer Alten- und Behindertenheimen. In mehr als einem Dutzend Einrichtungen treten die Clownschüler auf. Ob diese Projekte beibehalten werden können, ist derzeit noch fraglich.

    Einige Besucher nutzten am Sonntag den allerletzten Auftritt im Layenhof für den erstmaligen Besuch. Eine Besucherin erzählt, sie habe lange das Programm verfolgt, sogar überlegt, selbst einen Workshop zu besuchen und wollte vor dem Umzug einmal dabei sein. Ein Paar aus Mainz hat die Clownschule auch immer mit Interesse verfolgt und wollte vorm Umzug noch zur letzten Show: "Wer weiß, ob wir noch einmal nach Hofheim kommen können."

    Tatsächlich bezweifeln einige Besucher, vor allem die älteren, ortsansässigen Finther, dass sie der neuen Clownschule in Hofheim einen Besuch abstatten werden. Durch den Umzug wird die Schule sicherlich angestammtes Mainzer Klientel einbüßen, kann aber von den Perspektiven, die ihr Hofheim bietet, nur profitieren. Der eigentliche Verlierer wird wohl der Standort Mainz sein, der für die Institution Clownschule auch überregional bekannt ist. Julia Radgen

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