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    Rheingoldhalle wichtiger als das Schloss

    Um sich im Wettbewerb der Tagungsstädte im Rhein-Main-Gebiet zu behaupten, muss der alte Teil der Rheingoldhalle komplett saniert werden. Darin sind sich Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte und der Chef des Congress Centrums Mainz (CCM), August Moderer, einig.

    Das Kurfürstliche Schloss ist sanierungsbedürftig.
    Das Kurfürstliche Schloss ist sanierungsbedürftig.
    Foto: Bernd Eßling

    Mainz - Um sich im Wettbewerb der Tagungsstädte im Rhein-Main-Gebiet zu behaupten, muss der alte Teil der Rheingoldhalle komplett saniert werden. Darin sind sich Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte und der Chef des Congress Centrums Mainz (CCM), August Moderer, einig.

    Sitte schätzt den Investitionsstau auf 15 Millionen Euro. Wie hoch der Betrag tatsächlich ist, werde derzeit seitens der Stadt geprüft. Einen Zeitpunkt für den Beginn der Sanierung konnte der Dezernent und CCM-Aufsichtsratsvorsitzende noch nicht nennen. Nur soviel: "Wenn die Finanzierung steht."

    CCM will investieren

    Und daran will sich das CCM beteiligen. Und zwar mittels einer Refinanzierung durch die Mehreinnahmen, die Moderer nach abgeschlossener Renovierung erwartet. Bei dem bereits für 15 Millionen Euro modernisierten und um den Gutenbergsaal erweiterten Teil der Rheingoldhalle sei diese Rechnung aufgegangen. "Es ist der Stadt heute nicht mehr zuzumuten, die Sanierung allein zu stemmen", zeigt Moderer Verständnis für die finanzielle Situation.

    Erfolgen soll die Erneuerung laut Moderer in einem Dreistufen-Plan bei laufendem Betrieb: Erneuerung der Haustechnik, Sanierung des Großen Saals, Neugestaltung des Foyers. Wünschenswert wäre auch ein zweiter Eingang am Rheinufer in den Großen Saal. Ein wichtiges Thema ist Moderer zufolge auch die energetische Sanierung. Im Zuge der umweltfreundlichen Weiterentwicklung der CCM-Häuser soll auf dem Dach des erneuerten Teils der Rheingoldhalle Solarzellen installiert werden. Entsprechende Gespräch laufen bereits. Fraglich ist noch, ob dies auch im alten Bereich möglich ist.

    Bei der Frage, ob das Kurfürstliche Schloss oder die Rheingoldhalle Priorität bei der Sanierung habe, vertritt Moderer eine eindeutige Position: "Die Rheingoldhalle ist wichtiger, weil sie höhere Einnahmen bringt."

    Der Geschäftsführer der Touristik Centrale Mainz, Jürgen Schmidt, sieht dagegen noch Bedarf bei den Übernachtungskapazitäten: "Ich würde mir ein weiteres Hotel im Schlossbereich wünschen", sagt Schmidt. Und das nicht nur wegen der Nähe zu den Veranstaltungsstätten. "Bei derzeit 2500 Doppelzimmern ergeben sich bei dauerhafter Auslastung rein rechnerisch 912 000 mögliche Übernachtungen", rechnet der TCM-Geschäftsführer vor. Da die Zahl real bei 77 5000 liegt, bestehe zwar noch ein Puffer, aber die Nachfrage nach Häusern im Vier-Sterne-Bereich übertreffe bisweilen das Angebot. August Moderer weiß aus Erfahrung, dass besonders Kongressgäste diese Kategorie bevorzugt wählen. "Und da mussten wir schon Gäste nach Frankfurt und Wiesbaden verweisen."

    Dennoch: Ein weiteres Hotel ist derzeit kein Thema in der Stadt, wie Wirtschaftsdezernent Sitte betont: "Wir haben keine konkreten Anfragen von Interessenten." Sabine Jakob

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