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Rennbahnhotel: Erste Adresse für Chinesen

Frankfurt – Erleichterung im Römer: Nach mehr als einem Jahr des Stillstands setzen die chinesischen Investoren des großen Hotels an der Rennbahn das Vorhaben fort. Seit dem ersten Spatenstich im August 2008 waren die Bauarbeiten immer wieder zum Erliegen gekommen. Das soll sich nicht mehr wiederholen, verspricht der Geschäftsführer der chinesischen Huarong-Gruppe, Guoxiu Yang. Das Unternehmen wolle das Hotel mit 266 Zimmern bis 2014 fertigstellen.

Es wird weitergebaut: Bis 2014 soll das Hotel fertig sein. 
 Foto: Andreas Arnold
Es wird weitergebaut: Bis 2014 soll das Hotel fertig sein.
Foto: Andreas Arnold

Für die wachsende Zahl von Geschäftsreisenden und Touristen aus der Volksrepublik China, die nach Frankfurt kommen, soll das Haus künftig "die erste Adresse" werden, wie Yang sagte. Dafür sprächen die Nähe zum Flughafen und der spektakuläre Blick auf die Frankfurter Skyline. Viele chinesische Touristen wollten von Frankfurt aus ihre Europareise starten. Die Kaufkraft in der chinesischen Bevölkerung wachse.

In den zurückliegenden Monaten hatten die Stadt und verschiedene Politiker hinter den Kulissen große Anstrengungen unternommen, um das Projekt wiederzubeleben. Auch der Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland war eingeschaltet.

Wie es hieß, war schließlich der erfahrene Frankfurter Projektentwickler Werner Pfaff eingeschaltet worden, um die Sache zu retten. Nach Einschätzung der Stadt hatten die chinesischen Geldgeber den Finanzbedarf des Baus unterschätzt. War früher eine Bausumme von 40 Millionen Euro genannt worden, gehen Fachleute der Immobilienbranche in Frankfurt jetzt von "weit über 60 Millionen Euro" aus.

Für das Hotel gibt es einen neuen Betreiber: Die Soluxe Hotel Management, eine Tochtergesellschaft der China National Petroleum Corporation. Sie betreibt zahlreiche Hotels in der Volksrepublik China und in anderen Ländern und soll offenbar verhindern, dass dem Projekt wieder das Geld ausgeht. Die früher als Betreiber vorgesehene Gesellschaft Meritus ist aus dem Spiel. Soluxe hatte den halb fertigen Rohbau in Niederrad geprüft und "weitere Verbesserungen in das Hotelkonzept" eingebracht, wie Huarong-Geschäftsführer Yang sagte. Jetzt könne weitergebaut werden.

Bei den beteiligten Baufirmen hat Huarong, wie es im Römer hieß, Rechnungen in Millionenhöhe beglichen. Daraufhin hatten die Unternehmen ihre Arbeiter und Ingenieure zur Baustelle zurückkehren lassen. Die Arbeitsgemeinschaft Prien Heitkamp soll jetzt den Rohbau bis zum Frühjahr 2013 fertigstellen. Huarong habe mehrere Millionen Euro an Vorauszahlungen geleistet.

Derzeit wird der Zustand des halb vollendeten Rohbaus überprüft, "um den technisch einwandfreien Anschluss zur Errichtung der weiteren Obergeschosse zu gewährleisten". Die Stadt hatte 2008 das Baugelände an der Niederräder Rennbahn auf 99 Jahre an die chinesischen Geldgeber verpachtet. Der Erbbauzins ist bezahlt. Claus-Jürgen Göpfert

Mainzer Rhein-Zeitung
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