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    Razzia bei Fans des 1. FCK

    Sieben Monate nach Überfall fremder Hooligans auf Mainz-05-Anhänger am Bruchweg ist die Polizei weiteren Verdächtigen auf der Spur.

    Foto: dpa

    Nachdem bereits im Mai 17 Wohnungen durchsucht worden waren, gingen Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Mainz am Dienstag gegen weitere junge Männer vor. Unterstützt von Kollegen aus Worms, Ludwigshafen, Kaiserslautern und Stuttgart nahmen sich die Beamten Punkt sechs Uhr zeitgleich zwölf "Objekte" vor.

    Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, wurden dabei elf Beschuldigte erkennungsdienstlich behandelt. Bei der Razzia stellten die Beamten zudem mehr als 500 "verfahrensrelevante Gegenstände" sicher. Bei dem Beweismaterial soll es sich um Schlagwaffen, Sturmhauben und Feuerwerkskörper, aber auch um Handys und Computer handeln, die jetzt ausgewertet werden müssen. Im Mai hatte die Polizei ebenfalls ein ganzes Waffenarsenal und Pyrotechnik beschlagnahmt.

    Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um Mitglieder der "Problemfanszenen" des 1. FC Kaiserslautern und des VfB Stuttgart, die mit Kaiserslautern eine "Fanfreundschaft" verbindet. Die Beamten sprechen bei den Tätern von "Junghooligans" und "Ultras".

    Hintergrund der Razzia ist eine schwere Auseinandersetzung in den Nachtstunden des 18. März in Mainz. Als damals Mainz-05-Anhänger in Fanbussen von einem Auswärtsspiel aus Augsburg an den Bruchweg zurückkehrten, wurden sie dort schon von den Stuttgarter und Kaiserslauterner Fans erwartet. Die Polizei selbst spricht von einem "Überfall" und "tumultartigen Auseinandersetzungen", an denen etwa 100 Personen unmittelbar beteiligt waren. Ziel der Angreifer war es offenbar, "gegnerische" Banner und Fahnen zu erbeuten.

    An Bord der drei Busse hatten sich neben vielen Mainzer Ultras auch Mitglieder des "normalen" Fanklubs "Meenzer Bube Meenzer Mädcher" befunden, ein Mitglied des Klubs wurde bei der Auseinandersetzung verletzt. Auch andere Fans mussten sich im Krankenhaus behandeln lassen. Zeugen berichteten später, die Schläger hätten mit FCK-Schals gewunken, bevor sie mit Schraubenschlüsseln, Latten von zerstörten Wahlplakaten und mit herausgerissenen Pflanzpfählen auf die 05-Anhänger losgegangen sein. jok

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