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    Neuer Kunsthallen-Chef schnuppert Mainzer Luft

    Thomas D. Trummer scheint ein neugieriger Mensch zu sein. So lässt sich am besten erklären, dass der Österreicher, neuer Chef der Mainzer Kunsthalle, bereits einige Wochen vor der Eröffnung seiner ersten Ausstellung am 8. November Vertreter der regionalen Medien und Kunstszene zu einer Vorschau auf seine erste Arbeitsprobe eingeladen hat. Und zu einer Vorschau auf sich selbst.

    Thomas D. Trummer, neuer Leiter der Mainzer Kunsthalle im Zollhafen.
    Thomas D. Trummer, neuer Leiter der Mainzer Kunsthalle im Zollhafen.
    Foto: Harry Braun

    Mainz - Thomas D. Trummer scheint ein neugieriger Mensch zu sein. So lässt sich am besten erklären, dass der Österreicher, neuer Chef der Mainzer Kunsthalle, bereits einige Wochen vor der Eröffnung seiner ersten Ausstellung an seiner neuen Wirkungsstätte am 8. November Vertreter der regionalen Kunstszene und Medien zu einer Vorschau auf seine erste Arbeitsprobe einladen hat. Und zu einer Vorschau auf sich selbst.

    Trummer gewährt Einblick in seine Arbeitsweise als Kurator, bedient sich dabei der Metapher der "Vorzukunft". In Trummers Welt weckt Kunst Erwartungen: an eine noch nicht eröffnete Ausstellung, an den möglicherweise steigenden Wert eines Kunstwerkes. Diese Erwartungen seien auf die Zukunft gerichtet und gleichzeitig auch auf den Moment, der quasi auf dem halben Weg in Richtung Zukunft liegen würde, der Vorzukunft eben. "Es wird gewesen sein", erläutert er die Strategie, sich hoffnungsfroh vorzustellen, was passieren kann.

    Gedanklich schon in der "Vorzukunft"

    "Es wird eine gute Ausstellung gewesen sein", alteriert Trummer und formuliert damit seine eigenen Erwartungen an die erste Schau in der Kunsthalle, einem Ort, den er eigentlich noch gar nicht richtig kennt. Dabei ist die Vertrautheit mit dem Ort für Trummer genauso wichtig für den Erfolg seiner Arbeit wie die Vertrautheit mit den Menschen, die diesen Ort besuchen, den Künstlern und Galeristen, Kulturschaffenden und Journalisten. Und natürlich den Kunstinteressierten.

    Mit dem Ort konnte sich Trummer inzwischen ein wenig vertrauter machen, und die Einladung zur doppelten Vorschau ist sein gelungener Versuch, die Menschen und zukünftigen Betrachter seiner kuratorischen Arbeit ebenfalls näher kennen zu lernen. So befriedigt Trummer einen Teil seiner eigenen Neugier und weckt wechselseitig Neugier bei den Geladenen. Auch mit seiner Ankündigung, künftig bei Interessierten Hausbesuche zu machen: "Es gibt eine einzige Bedingung. Sie müssen mir einen Tisch hinstellen, damit ich mit ihnen etwas trinken kann."

    Freunde der Kunsthalle sind angetan

    Georg Gretkowski, Sprecher der "Freunde der Kunsthalle", ist zuversichtlich: "Trummers Ansatz, wie er vom genius loci ausgehend seine Arbeit konzipiert, lässt mich hoffen, dass er auch die Mainzer endlich für zeitgenössische Kunst begeistern kann." - "Trummer hat heute eine Duftmarke gesetzt", bestätigt Rolf K. Weber-Schmitt, Inhaber der Galerie "Mainzer Kunst", angetan von Trummers Konzeptpräsentation, "ich blicke positiv in die Zukunft der Kunsthalle." Es könnte eine gute gewesen sein.

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