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    Mainz

    Minipressen-Messe: Großes Fest mit kleinen Kostbarkeiten

    Wenn Kleinverlage und Autoren ans Mainzer Rheinufer kommen, dann ist Minipressen-Messe-Zeit. Sie beginnt am 2. Juni und wirft bereits ihre Schatten voraus.

    Rund 300 Verlage zeigen sich auf der Minipressen-Messe Archiv-Foto: Braun
    Rund 300 Verlage zeigen sich auf der Minipressen-Messe Archiv-
    Foto: Braun

    Mainz - Für Marianne Grosse ist es das erste Mal, dass sie die Mainzer Minipressen-Messe eröffnen wird. Denn diese bundesweit einmalige Ausstellung von Kleinverlagen, Autoren und Kunstpressen findet nur alle zwei Jahre statt. Und so lange ist die Kulturdezernentin noch nicht im Amt.

    "Die Minipressen-Messe ist ein kulturelles Großereignis mit vielen kleinen Kostbarkeiten", schwärmte Grosse bei der Vorstellung des Programms im Gutenbergmuseum. 300 Verlage aus 14 Ländern werden ihre Produkte von Donnerstag, 2. Juni, bis Sonntag, 5. Juni, in zwei Zelten am Rheinufer präsentieren. Es ist die 21. Messe dieser Art in Mainz. Im Schnitt kamen zuletzt 6000 bis 8000 Besucher.

    Den weitesten Weg zurücklegen werden Verlagsmitarbeiter von der Westküste der USA und aus Südkorea. Aber natürlich werden auch heimische Verleger ihre Werke zeigen und teilweise auch die Druckkünste vorführen.

    Die Minipressen-Messe "ist Teil des Gutenberg-Museums", unterstrich Museumsdirektorin Annette Ludwig. So wurde in den vergangenen Jahren im Museum ein Minipressenarchiv eingerichtet, das bald deutlicher präsentiert werden soll. Die enge Verbindung zwischen Messe und Museum komme auch darin zum Ausdruck, dass alle abendlichen Veranstaltungen im Saal des Gutenberg-Museums stattfinden.

    Los geht's dort am Donnerstag ab 20 Uhr mit einem Poetry Slam, erläuterte Jürgen Kipp vom Gutenberg-Museum, der die Messe seit 1986 organisiert. Seit 1999 ist diese Präsentationsform fester Bestandteil. Bis zu 500 Besucher zieht ein solcher Abend an. Und auch der Erotik-Abend am Samstag (siehe Kasten links) wird ein Publikumsmagnet werden, sind Grosse und Ludwig überzeugt.

    Bereits um 14 Uhr eröffnet die Dezernentin die Messe in Andenken an den Verleger und Literaturförderer V.O. Stomps mit einem nach ihm benannten Preis. Denn der ideelle Ansatz prägt die Messe. Jürgen Kipp: "Es geht nicht um Kommerz und schnelles Geld verdienen, sondern um künstlerische Gestaltung."

    Das heißt aber nicht, dass sich die Aussteller nicht um Vermarktung kümmern. So gibt es am Freitag ab 8.30 Uhr Seminare im Rathaus. Hier werden Themen wie Urheberrecht im Internet, Ebook-Erstellung für Kleinverlage, Facebook & Twitter beleuchtet im Hinblick darauf, welche Chancen sie für Kleinverlage und Autoren eröffnen.

    Spannend zugehen dürfte es auch am Samstag ab 10 Uhr im Druckladen: Der Verleger Axel Hertenstein, der sich stets geweigert hat, unter Zeitdruck zu arbeiten, spricht über den vermeintlichen Anachronismus heute noch zu drucken wie Gutenberg.

    Zurück zu den Zelten: Eine Sonderausstellung "Lesen lernen" zeigt deutschsprachige Fibeln aus der Zeit von 1945 bis heute. Hier sollen Eltern angeregt werden, ihren Kindern zu zeigen, mit welchen Büchern sie das Lesen einst gelernt haben. Sie wird von der Stiftung Lesen begleitet.

    Am Sonntag wird insbesondere an Kinder gedacht. Neben den Zelten wird von 11 bis 16 Uhr ein Kinderbereich eingerichtet. Armin Thomas

    Das Abendprogramm im Gutenberg-Museum
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