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    Mainz

    Mainzer Pfarrer feiert Marc Chagall

    Er ist der beste Chagall-Kenner unserer Stadt. Schließlich hat Klaus Mayer den berühmten jüdischen Maler Marc Chagall (1887-1985) in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts dazu bewogen, Fenster für die Mainzer Kirche St. Stephan zu entwerfen. Darum hat Mayer, der frühere Pfarrer von St. Stephan, nun Mainzer Chagall-Tage vorbereitet anlässlich des 125. Geburtstags des Malers am 7. Juli.

    Klaus Mayer ist der Mainzer Chagall-Experte schlechthin.
    Klaus Mayer ist der Mainzer Chagall-Experte schlechthin.
    Foto: Armin Thomas

    Zum Auftakt erläutert Monsignore Mayer die neun Fenster in St. Stephan am Geburtstag des Künstlers von 10 bis 11.30 Uhr in St. Stephan. Dabei geht er detailliert auf die Motive der drei Mittelfenster ein. Darin stellt Chagall den "Gott der Väter" - den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs - dar, ohne jedoch ein konkretes Gottesbild zu zeichnen. Denn dies ist im jüdischen Glauben nicht erlaubt. Die zweite Besonderheit der Mainzer Chagall-Fenster: Der jüdische Künstler hat den Christus in seine Komposition für die katholische Kirche eingefügt.

    Ein Weltbild der Bibel

    Die Details zu den Darstellungen der Mainzer Fenster hat Monsignore Mayer, der inzwischen 89 Jahre alt ist, in mehreren Bild-Bänden und in dem im Jahr 2009 erschienenen Buch "Ich habe die Bibel geträumt" erläutert. Darin arbeitet er heraus, dass Chagalls Weltbild von Kindesbeinen an vom Weltbild der Bibel geprägt wurde.

    Mayer betont, dass es Chagall nicht nur um das Vordergründige geht, sondern wesentlich um die Hintergründe. "Mit seiner Kunst öffnet er Fenster", lautet einer der Kernsätze von Klaus Mayer, wenn er über den von ihm verehrten Meister spricht. In diesem Hintergründigen verbirgt sich der geheimnisvolle, unsichtbare Gott, lautet eine weitere zentrale Botschaft des Predigers.

    Wer sich ein genaues Bild machen möchte von Chagall und seinen Motiven, für den hält Monsignore Klaus Mayer einen Doppelvortrag im Landesmuseum. An zwei Abenden erläutert er anhand von fünf Chagallbildern das "Hohelied der Bibel". Die Vorträge im Landesmuseum beginnen am Dienstag, 10. Juli, und am Dienstag, 17. Juli, jeweils um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

    Das erste Mainzer Chagallfenster wurde 1978 eingeweiht. Es folgten acht weitere, die der hochbetagte Maler selbst entwarf. Das Ensemble wurde bis zum Jahr 2000 vom Atelier Charles Marq in Reims vollendet.

    Armin Thomas

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