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    Mainzer Ex-Wohnbauchef wegen Untreue zur Geldstrafe verurteilt

    Der ehemalige Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH, Rainer Laub, ist wegen Untreue zu einer Geldstrafe von 24.000 Euro verurteilt worden. Das Koblenzer Landgericht sah am Dienstag vier Fälle als erwiesen an.

    Verurteilt: Rainer Laub, ehemaliger Geschäftsführer der Wohnbau Mainz, muss eine Geldstrafe von 24.000 Euro zahlen.
    Verurteilt: Rainer Laub, ehemaliger Geschäftsführer der Wohnbau Mainz, muss eine Geldstrafe von 24.000 Euro zahlen.
    Foto: dpa/Archiv

    Koblenz/Mainz - Der ehemalige Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH, Rainer Laub, ist wegen Untreue zu einer Geldstrafe von 24.000 Euro verurteilt worden. Das Koblenzer Landgericht sah am Dienstag vier Fälle als erwiesen an.

    Die Richter blieben aber etwas unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für eine Geldstrafe von 38.400 Euro plädiert hatte. Die Verteidigung des 64-Jährigen hatte sich für eine Verwarnung mit Strafvorbehalt ausgesprochen.

    Erleichterung bei Laub

    Rainer Laub war nach der Urteilssprechung erleichtert, da von ursprünglich 49 Anklagepunkten bis zu diesem Dienstag nur vier übrig geblieben waren. Der 64-Jährige fühlt sich nach eigener Aussage "rehabilitiert". Ein bittere Beigeschmack bleibe aber, da Laub sich als Einziger des ehemaligen Wohnbau-Vorstands auf der Anklagebank verantworten musste.

    Bei den Untreuefällen handelte es sich unter anderem um zwei Urlaubsreisen an den Tegernsee und ein Wohnbau-Darlehen für den Ausbau des VIP-Bereichs im früheren Fußballstadion des 1. FSV Mainz 05. Was die Reisen angeht hatte Laub bereits während des Ermittlungsverfahrens seine Fehler eingeräumt.

    Zinsvereinbarung mit 05 fehlte

    Gegen den Ausbau des VIP-Bereichs im Mainzer Bruchwegstadion war nichts einzuwenden, da der Gesellschaftsvertrag der Wohnbau Mainz dadurch nicht verletzt worden war. Alles lief rechtmäßig. Einzig der Untreue-Vorwurf blieb bestehen, weil die Wohnbau mit dem FSV Mainz 05 keine Zinsvereinbarung getroffen  - geschweige denn diese schriftlich fixiert - hatte. Der Wohnbau sollen so rund 47.000 Euro an Zinsen verloren gegangen sein.

    Ursprünglich waren dem 64-Jährigen noch neun Fälle von Untreue vorgeworfen worden. In fünf Fällen sprach ihn das Gericht nun frei. In dem Prozess, der seit vergangenem Oktober lief, war auch der ehemalige Mainzer Oberbürgermeister und Ex-Aufsichtsratschef der Wohnbau GmbH, Jens Beutel (SPD), als Zeuge gehört worden. Ermittlungen wegen Vorteilsannahme und Untreue gegen ihn waren 2010 eingestellt worden. puk/dpa

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