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    Kastel: Gewerbegebiet Petersweg-Ost kann wachsen

    Geht es nach der Stadt Wiesbaden, könnte das Gewerbegebiet Petersweg-Ost in Mainz-Kastel bald weiter entwickelt werden – nachdem der ortsansässige Landwirt Koch eingewilligt hat, seinen Betrieb in das Gewerbegebiet Kurt-Hebach-Straße zu verlagern (die MRZ berichtete). "Der Durchbruch ist geschafft", sagte Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD).

    Nach zehn Jahren zäher Verhandlungen gibt Landwirt Koch sein Grundstück an der Kasteler Boelckestraße frei und verlagert seinen Betrieb an die Kurt-Hebach-Straße. Damit kann das Gewerbegebiet Petersweg-Ost weiter entwickelt werden. Foto: Christoph Boeckheler
    Nach zehn Jahren zäher Verhandlungen gibt Landwirt Koch sein Grundstück an der Kasteler Boelckestraße frei und verlagert seinen Betrieb an die Kurt-Hebach-Straße. Damit kann das Gewerbegebiet Petersweg-Ost weiter entwickelt werden.
    Foto: Christoph Boeckheler

    Von Ute Fiedler

    Das Gezerre um die Entwicklung am Petersweg dauert bereits seit mehr als zehn Jahren an. Die Stadt hatte damals den Landwirt "überplant". Jahrelang konnten sich beide Parteien weder über die notwendige Betriebsverlagerung noch über eine Entschädigung einigen. Koch hatte später eine Normenkontrollklage eingereicht, die er jedoch wegen der andauernden Verhandlungen ruhen ließ. Im Dezember vergangenes Jahr hatte die Stadt dem Landwirt noch einmal ein Ultimatum für ihr finales Angebot gestellt, das Mitte dieses Jahres ablief. Nach weiteren Gesprächen haben sich Landwirt und Stadt schließlich geeinigt.

    Zehn Jahre Gezerre sind beendet

    Über die Höhe der Entschädigung schweigen beide Parteien. Man habe sich jedoch angenähert, sagt der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Hans-Martin Kessler. Zuvor waren die Verhandlungen an einer Diskrepanz von drei Millionen Euro gescheitert, wie Kessler im vergangenen Jahr erklärt hatte.

    Zwar sind die Unterschriften geleistet, dennoch müssen noch einige Formalitäten über die Bühne gebracht werden. Landwirt Koch muss seine Klage zurücknehmen und die Stadt muss unter anderem noch drei Grundstücke erwerben, die für die Umsiedelung des Landwirts nötig sind. Die Gespräche darüber liefen bereits seit einiger Zeit, sodass dort keine Überraschungen zu erwarten seien, sagt Kessler.

    In ihrer letzten Sitzung vor Jahresende haben die Stadtverordneten die Pläne durchgewunken und damit Baurecht sowohl an der Kurt-Hebach-Straße als auch für den Petersweg-Ost geschaffen. Dort ist zudem geplant, die Boelckestraße vierspurig auszubauen. Außerdem sollen im Nordosten des Gewerbegebietes die Voraussetzungen für ein Sondergebiet geschaffen werden, wo sich großflächiger Einzelhandel ansiedeln kann. So könnte der Hornbach-Baumarkt in das neue Gewerbegebiet verlagert werden.

    Ein Möbelhaus werde dort jedoch nicht gebaut, erklärt Kessler. Das hatte die CDU zunächst avisiert, nachdem das Interesse an dem Gewerbegebiet verhalten geblieben war. Nach heftigen Protesten hatte die Union jedoch Anfang 2011 ihrem neuen Regierungspartner SPD nachgegeben und auf den Möbelmarkt – im Gespräch war Mann Mobilia – verzichtet.

    Stadträtin Möricke zeigt sich zufrieden, dass "einer der Knackpunkte der Wiesbadener Stadt- und Gewerbeentwicklung endlich erfolgreich gelöst werden kann". Das sei ein Riesenfortschritt für den Standort Wiesbaden und AKK. "Jetzt kann hochwertiges Gewerbe gemeinsam mit einer ordentlichen Verkehrsanbindung angesiedelt werden. Das schafft neue Arbeitsplätze und attraktive Einkaufsmöglichkeiten."

    Kritik vom AUF Kastel

    Während Hans-Martin Kessler den Ausbau der Boelckestraße als "zwingend notwendig" erachtet und Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) sich freut, nach dem Ausbau der Straße nicht "als erstes mit einem Stau empfangen zu werden", kritisieren die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt und Frieden (AUF) in Mainz-Kastel die Pläne. Mit einem Ausbau der Boelckestraße werde das Verkehrsproblem nicht gelöst. Das Gewerbegebiet bräuchte eine eigene Anbindung, sagt Ronny Maritzen.

    Zudem betrachtet er die Umsiedlung von Hornbach mit Argusaugen. "Lieber wären mir werthaltige Arbeitsplätze und nicht schon wieder ein solcher Großmarkt." Seine Fraktion werde in der kommenden Stadtverordnetenversammlung das Projekt kritisch hinterfragen, kündigte Maritzen an.

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