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IBM-Zentrallager: Dicker Fisch für Nieder-Olm

Nieder-Olm – In Nieder-Olm entsteht ein zirka 21.800 Quadratmeter großes Logistikzentrum für IBM. Investitionssumme: 17 Millionen Euro.

Foto: dpa / picture-alliance

Nieder-Olm – Der Stadt Nieder-Olm ist ein ganz dicker Fisch ins Netz gegangen: Der Logistikdienstleister „Geodis Logistics Deutschland GmbH“ wird in den nächsten Tagen mit dem Bau eines neuen Hightech-Zentrallagers für IBM-Deutschland beginnen. Auf 21 000 Quadratmeter im Nieder-Olmer Gewerbepark. Dies teilte das bisher in Mainz ansässige Unternehmen gestern mit. „Uns freut das sehr, denn mit dem viergrößten Logistiker europaweit erfährt unser Gewerbegebiet eine erhebliche Aufwertung“, sagte Stadtbürgermeister Dieter Kuhl (SPD).

Runderneuerte Computer
Für die Entwicklung der Firma, die vor allem für die IBM alte Computer-Hardware runderneuert, ist der Umzug vom bisherigen Standort auf dem IBM-Gelände an der Hechtsheimer Straße dringend nötig. Denn dort war es zu eng: „Der neue Standort bietet uns hingegen eine optimale Infrastruktur und eine hochmoderne Ausstattung“, sagte Geschäftsführerin Andrea Rudy, die aber darauf hinweist: „Da wir in Mainz bisher 200 Mitarbeiter beschäftigen, wollten wir mit unserer neuen Anlage auch der Region treu bleiben und haben uns auch aus diesem Grund für die Stadt Nieder-Olm entschieden.”

Ein Grund zur Freude
Die neuen Arbeitsplätze in der Stadt sind ein Grund zur Freude für Dieter Kuhl. Zumal Geodis angekündigt hat, die Zahl zunächst um weitere 50 auszubauen. Eine spätere Erweiterung der Anlage und damit weiteres Wachstum auf dem Sektor Arbeitsplätze ist außerdem nicht ausgeschlossen: „Die Leute werden hier auch einkaufen und somit die Wirtschaft ankurbeln“, zählt der Stadtbürgermeister die Vorteile auf.
Und davon gibt es noch weitere für die Stadt: Zwar herrscht über den Kaufpreis für das insgesamt 40 000 Quadratmeter große Grundstück Stillschweigen, das sich neben den Werkstätten für Behinderte und oberhalb des ehemaligen Tengelmannlagers befindet. Aber Kuhl sagt: „Durch den Verkauf des Grundstücks können wird die noch offenen Darlehen aus der Vorfinanzierung des Gewerbeparks von 2,2 Millionen Euro vollständig tilgen. Und den Haushalt 2011 können wir mit dem Verkaufserlös auch noch ausgleichen. Da ist also einiges an Geld hängen geblieben. Wie sich die Ansiedlung auf die Gewerbesteuer auswirken wird, ist aber noch unklar. Bei solch großen Firmen mit mehreren Standorten ist es immer eine Frage, wie Gewinne wo abgerechnet und mit welchen Verlusten verrechnet werden.

Nur Mieter
Die Firma Geodis tritt in diesem Geschäft übrigens nur als Mieter auf, über zehn Jahre läuft der Vertrag mit der Habacker-Holding. Die Düsseldorfer Immobilien-Spezialisten sind an vielen wichtigen Standorten in Deutschland aktiv, unter anderem etwa im Hamburger Hafen. In Nieder-Olm investieren sie 17 Millionen Euro. Für Kuhl ein weiterer Vorteil, der dem hiesigen Handwerk zu Gute kommt.
Und mit all' diesen Dingen muss noch lange nicht Schluss sein. Geodis und Kuhl sprechen bereits von einem Erweiterungsszenario, das 20 000 Quadratmeter Flächen umfasst: „Das gehört bereits der Stadt und für die nötige Erweiterung des Gewerbeparks ist der Aufstellungsbeschluss bereits gefasst“, sagt Kuhl.

Bardo Faust

Mainzer Rhein-Zeitung
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