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"Ghost Rider": Nicolas Cage auf teuflischem Feuerstuhl

Nicolas Cage muss als "Ghost Rider" einen Jungen aus den Fängen des Teufels befreien. Die Fortsetzung zur Comic-Adaption von 2007 wartet auf mit rasanter Action, 3D-Effekten und einem zwischen Gut und Böse changierenden Protagonisten.

«Ghost Rider: Spirit of Vengeance»
Nicolas Cage schlüpft nun zum zweiten Mal in die Rolle des flammenden Ghost Riders.
Foto: Warren Toda – DPA

Berlin – Nicolas Cage muss als "Ghost Rider" einen Jungen aus den Fängen des Teufels befreien. Die Fortsetzung zur Comic-Adaption von 2007 wartet auf mit rasanter Action, 3D-Effekten und einem zwischen Gut und Böse changierenden Protagonisten.

Er ist zurück, der unbarmherzige Rächer namens "Ghost Rider". 2007 schon hatte Nicolas Cage ("Leaving Las Vegas") den dunklen Antihelden aus der Welt der Marvel-Comics auf großer Leinwand verkörpert. Nun darf der US-Mime erneut auf stählerndem Zweirad durch die Nacht donnern.

Die Regie stammt vom Duo Mark Neveldine und Brian Taylor – im Actiongenre sind die Amerikaner durch ihre Arbeit bei "Crank" und "Crank 2 – High Voltage" nicht ganz unbekannt. In einer temporeichen Melange aus Realfilm und Computer generierten Elementen schicken Neveldine und Taylor Cages Racheengel erneut auf den Highway to Hell.

Verhängnisvoller Pakt

Um seinen kranken Vater zu retten, hatte Motorrad-Stuntman Johnny Blaze einst einen verhängnisvollen Pakt mit niemand Geringerem als Mephisto, dem Teufel, geschlossen. Um daraufhin nicht nur seine Seele einzubüßen, sondern fortan auf seinem "Hellcycle" als "Ghost Rider" Sünder gen Hölle zu befördern. Inzwischen zwar lebt Blaze zurückgezogen in Osteuropa, doch die Mächte des Bösen lassen ihm keine Ruhe: Ein kleiner, mit besonderen Kräften ausgestatteter Junge wird entführt von den Handlangern des Teufels, und es ist nun an Blaze, den Buben zu retten. Doch Johnny handelt nicht ohne Eigennutz, hofft er doch, durch sein Tun auch den eigenen Fluch abzuschütteln.

Nicolas Cage, der zuletzt so ungleiche Filme gemacht hat, wie "Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen" (Regie: Werner Herzog) und "Der letzte Tempelritter", entfaltet auch hier, im Action-Furor rund um "Ghost Rider" und dessen verzweifelte Mission, das nötige Maß an Leinwandpräsenz. Etwa in den Szenen, in denen Johnny Blaze mit der ihm innewohnenden dämonischen Macht, dem "Ghost Rider", zu ringen hat.

Überzeugend auch die darstellerischen Leistungen von sowohl Fergus Riordan – er gibt den Jungen – als auch Ciarán Hinds ("There will be Blood"), der den Teufel kaum fieser hätte verkörpern können. Die attraktive Italienerin Violante Placido werden einige kennen aus Anton Corbijns "The American". Dazu gibt es einen überraschenden, wenn auch skurrilen Auftritt von Darsteller-Legende Christopher Lambert ("The Highlander").

Buntes Comic-Universum

"Ghost Rider" alias Johnny Blaze zwar gehört ohne Zweifel zu den coolsten Typen im so weiten wie bunten Comic-Universum. Und auch die ansatzweise an Goethes "Faust" erinnernde Story vom Pakt mit dem Teufel vermag ihren ewigen Reiz zu entfalten. Was das Regie-Duo Neveldine/Taylor aber letztlich daraus macht, ist nicht viel mehr als ein ordentlich lärmendes, vor allem im Audiovisuellen ambitioniertes Mainstream-Spektakel. Die 3D-Effekte fügen dem Leinwand-Geschehen kaum etwas hinzu.

Fans von laut knatternden Krafträdern indes dürfen sich auch diesmal an "Ghost Riders" teuflischem Feuerstuhl delektieren – kongenial flankiert von meist röhrender Rockmusik. Vor allem aber ist es Nicolas Cage, der erneut unter Beweis zu stellen vermag, dass er zu den Hollywood-Darstellern gehört, denen das Changieren zwischen Gut und Böse, hell und dunkel, leicht von der Hand geht. dpa

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