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Gonsenheim

Für studentisches Wohnen wird gebaggert

Vor zwei Wochen sind die Arbeiten für ein neues Studentenwohnheim am Kisselberg im Gonsenheimer Süden gestartet. 800 neue Wohneinheiten sollen dazu beitragen, den Wohnungsmarkt für Studierende zu entspannen.

MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann (v.l.), Studierendenwerkschef Matthias Griem, Staatssekretär Michael Ebling, Baudezernentin Marianne Grosse und Molitor-Chef F. Albrecht Graf v. Pfeil freuen sich. 
Foto: Bernd Eßling
MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann (v.l.), Studierendenwerkschef Matthias Griem, Staatssekretär Michael Ebling, Baudezernentin Marianne Grosse und Molitor-Chef F. Albrecht Graf v. Pfeil freuen sich.
Foto: Bernd Eßling

Gonsenheim – Seit zwei Wochen wird am Kisselberg im Gonsenheimer Süden gebaggert, ausgehoben und planiert. In der Südostecke, im Winkel Koblenzer Straße/Saarstraße gegenüber des Coface Deutschland-Gebäudes wird auf 11 550 Quadratmetern Platz geschaffen für das neue Studentenwohnheim.

Fast 800 Wohneinheiten sollen hier entstehen. Vorwiegend Appartements, aber auch Wohngruppen und behindertengerechte Einheiten. Gestern erklommen Baudezernentin Marianne Grosse und der Noch-Wissenschafts-Staatssekretär und Bald-Oberbürgermeister Michael Ebling (beide SPD) einen großen Aushubhaufen wie einen Feldherrnhügel, um gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Studierendenwerks, Matthias Griem, und MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann den Baustart toll zu finden.

Investorin ist die Hamburg Trust, ausführend ist ein Joint Venture aus der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) und der J. Molitor GmbH & Co. KG aus Ingelheim. Rund 35 Millionen Euro werden investiert. Das Land Rheinland-Pfalz gibt einen Zuschuss von drei Millionen Euro für die Innenausstattung vom Mobiliar bis zur Kücheneinrichtung. Mieter wird für eine Laufzeit von 30 Jahren das Studierendenwerk Mainz sein. Bei einer erwarteten Bauzeit von höchstens 18 Monaten könnten zum Wintersemester 2013/14 die ersten Studenten einziehen. Für eine Warmmiete von 300 Euro. Das sei auch der Sinn der Sache: bezahlbaren Wohnraum für den akademischen Nachwuchs zu schaffen. Teilbereiche sollen sogar früher, zum Sommersemester 2013, fertig sein. Das werde den angespannten Studentenwohnungsmarkt entspannen, sind sich Ebling, Grosse und Griem einig.

Der Standort am Kisselberg war allerdings nicht unumstritten. Besonders die Gonsenheimer CDU leistete Widerstand. Man könne doch kein Studentenwohnheim in ein Gewerbegebiet mit weit und breit nichts drum herum stellen.

Grosse ärgert das heute noch. Der Standort sei zwar nicht der superbeste, aber Alternativvorschläge hätten die Gegner auch nicht gemacht. Und das bei dieser studentischen Wohnungsnot. Sie verweist auf die geplante Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Saarstraße, die das Wohnheim künftig optimal an den Campus anbinde. Auch an die gute Busanbindung an die Innenstadt. Und: "In Bauausschuss wie Stadtrat war man sich fraktionsübergreifend über diesen Standort einig", stellt die Baudezernentin klar.

"Es war eine Zangengeburt", kommentiert Matthias Griem vom Studentenwerk. "Aber wir haben ein Dutzend Standorte überprüft." Dass es in einer "prosperierenden Stadt" wie Mainz nicht einfach ist, einen Platz zu finden, gibt auch der künftige OB als Staatssekretär zu bedenken und hält den Ort für "außerordentlich gelungen".

Laut Griem rät das Deutsche Studierendenwerk Hochschulstandorten dazu, für 14 bis 16 Prozent der Studentenschaft Wohnheimplätze vorzuhalten. In Mainz würden 15 Prozent erreicht, wenn das Wohnheim am Kisselberg sowie das an der alten Musikhochschule am Binger Schlag fertig werden.

Die Erfahrung zeige inzwischen zudem, dass immer mehr Studenten möglichst fußläufig, am liebsten auf oder neben ihrem Campus wohnen wollen. Jochen Dietz

Lokal Z-Campus
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