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    Mainz/Langen

    Flieger 60 Meter höher als bisher

    Wird es tatsächlich etwas leiser am Himmel über Mainz? Die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) hat am Donnerstag den Anflugwinkel für die neue Nordwestlandebahn von bisher drei auf 3,2 Grad angehoben.

    Eine Lufthansa-Maschine setzt zur Landung auf der Landebahn Nordwest an.
    Eine Lufthansa-Maschine setzt zur Landung auf der Landebahn Nordwest an.
    Foto: DPA

    Mainz/Langen - Wird es tatsächlich etwas leiser am Himmel über Mainz?

    Die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) hat am Donnerstag den Anflugwinkel für die neue Nordwestlandebahn von bisher drei auf 3,2 Grad angehoben. Dadurch erhöhen sich die Flughöhen über den Städten und Gemeinden, die unter der Endanfluglinie liegen. Für Mainz bedeutet das folgendes: Waren die Jets beim Anflug hier etwa 870 Meter hoch, so fliegen sie jetzt in rund 930 Metern Höhe. Einen ähnlichen "Höhengewinn" verzeichnen auch die Offenbacher, in Flörsheim steigt die Überflughöhe um 15 Meter.

    "Wie sich diese Höhenveränderung auf die Schallimission auswirkt, soll nun im Probebetrieb herausgefunden werden", teilte die DFS mit. Für diese Anhebung des Anflugwinkels wurde eigens ein neues Instrumentenlandesystem (ILS) am Flughafen Frankfurt installiert. Bei Schlechtwetterbedingungen wie Nebel oder Schneetreiben muss laut Flugsicherung allerdings noch nach dem bisherigen Verfahren (Drei-Grad-Anflugwinkel) geflogen werden.

    Eindrehen weiter westlich

    Des Weiteren wird ab sofort über den Städten Mainz und Offenbach ein frühzeitiges Eindrehen, das bisher in Flughöhen unterhalb von 4000 Fuß (ca. 1200 Meter) stattfand, vermieden. Die sogenannten Eindrehfenster liegen jetzt weiter westlich von Mainz (hinter einer gedachten Linie von Saulheim bis Gau-Algesheim) bzw. weiter östlich von Offenbach.

    "Eine weitere Verbesserung wurde mit der Anhebung der sogenannten Gegenanflüge um 1000 Fuß (ca. 300 Meter) geschaffen", heißt es seitens der DFS. Der Gegenanflug ist der Teil des Anfluges, auf dem die Maschinen parallel zum Endanflug und in entgegengesetzter Flugrichtung zum Eindrehen auf den Endanflug geführt werden. Die niedrigste Betriebshöhe wurde jeweils um 1000 Fuß angehoben, im Norden von 5000 auf 6000 Fuß und im Süden von 4000 auf 5000 Fuß. Ein DFS-Sprecher: "Defacto wird jedoch bereits seit einigen Monaten der überwiegende Teil der Luftfahrzeuge auf den Gegenanflügen oberhalb dieser niedrigsten Betriebshöhen geführt. Hiermit werden besonders die Gemeinden entlastet, die direkt unter dem Gegenanflug liegen".

    Diese genannten neuen Regelungen wurden im Rahmen der "Allianz für Lärmschutz 2012" von der Hessischen Landesregierung und der Luftverkehrsbranche vereinbart und mussten von der Flugsicherung umgesetzt werden. hoe

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