40.000
  • Startseite
  • » Erstsemester kuscheln im vollen Audimax
  • Aus unserem Archiv
    Mainz

    Erstsemester kuscheln im vollen Audimax

    Es ist der Tag der Informationsflut, der Falt- und Flugblätter, Broschüren und Flyer, die da im Haus Recht und Wirtschaft tonnenweise an die Studenten verteilt werden: Es ist der Tag der offiziellen Erstsemester-Begrüßung.

    Eng ist es. Auch im größten Hörsaal auf dem Campus mit seinen 1000 Plätzen. 
Foto: Harry Braun
    Eng ist es. Auch im größten Hörsaal auf dem Campus mit seinen 1000 Plätzen.
    Foto: Harry Braun

    Mainz - Mein erster (Hoch-) Schultag. Wie geht eine Vorlesung? Es ist der Tag der Informationsflut, der Falt- und Flugblätter, Broschüren und Flyer, die da im Haus Recht und Wirtschaft tonnenweise unters studentische Jungvolk gebracht werden. Dicht an dicht stehen die Andiener neustudentischen Glücks im Foyer.

    Die Erstsemester werden an der Johannes-Gutenberg-Universität begrüßt. Uni-Präsident Dr. Georg Krausch spricht warme Worte, informiert, ermutigt, regt an ("Machen Sie die Universität zu Ihrer Universität!"), Oberbürgermeister Jens Beutel lässt sich entschuldigen, einen schönen Gruß ausrichten, und Matthias Griem, Geschäftsführer des Studierendenwerks, preist das segensreiche Wirken desselben. Rund um Essen, Trinken, Wohnen und Leben des Studenten.

    Mehr als 1000 Anfänger bevölkern den größten Hörsaal auf dem Campus, RW 1. Weitere verfolgen das Ganze draußen und im Nachbarhörsaal auf Bildschirmen. Das Jens Mackenthun Quartett bringt sie musikalisch in Stimmung. Und es gibt anschließend eine "Probe-Vorlesung" vom renommierten Politikwissenschaftler Professor Jürgen Falter.

    Wohnungsnot bei dem Rekordansturm? Fehlanzeige. Griem lässt alle die Finger heben, die noch keine Bleibe gefunden haben. Verschwindend gering. Er ist selbst überrascht. "Das sind ja weniger als die 25 Prozent, die wir erwartet haben."

    Draußen die Infostände: RCDS, Juso-Hochschulgruppe präsentieren sich, "Grünsein" auf dem Campus wird beworben, Singen im Chor auf dem Campus, Theaterspielen auf dem Campus und so fort. Der Debattierclub stellt sich ebenso vor wie ein Zirkel für Bildungsprojekte in Afrika. "Trinken mit Linken statt fechten mit Rechten", buhlt die "Kritische Linke" um Neu-Anhängerschaft. Andere bieten die ultimativ "kritische" Campus-, andere die ultimative Kneipenführung für die "Erstis" an. Die kirchlichen Hochschulgemeinden strecken ihre Fühler nach gläubigen Campusdebütanten aus. Es werden Begrüßungs-rundum-Glücklichpakete in praktischer JoGu-Stofftasche verteilt und es gibt sogar 150 Freikarten für Mainz 05. Weitere für Frankfurter Hof, Unterhaus und Gutenberg-Museum werden verlost. Vom Naturhistorischen Museum gibt's Gutscheine.

    Sogar die Mainzer Freiwilligen Feuerwehren probieren erstmals ihr Glück, Verstärkung zu rekrutieren. "Am besten Studenten, die schon in ihrem Heimatort bei der Freiwilligen Feuerwehr waren", so Kai Schüler vom Stadtfeuerwehrverband, der mit einem ganzen Team und Fahrzeugen vor der Tür am Infostand steht. Wolfgang Schärfe vom AStA erklärt, was es mit der universitären Selbstverwaltung so auf sich hat.

    "Unsere Campus-Universität bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten, über Fächergrenzen hinauszublicken und Sie sind herzlich eingeladen, das aktive Leben in den Hörsälen und auch außerhalb kennen zu lernen", ermutigt Krausch die Lauschenden.

    Darunter Doreen Ludwig aus Heilbronn, künftige Ethnologiestudentin. Warum Mainz? "Mainz ist so schön. Mein Bruder studiert hier schon und ich konnte mich bei Besuchen davon überzeugen. Es ist so überschaubar, der Rhein und so." Untergekommen ist sie in der Neustadt.

    Die günstige geografische Lage führte Michael Nothdurft aus Mannheim zur JoGu. Er will den Management-Master machen, pendelt jedoch noch mit der Bahn. "Das soll kein Dauerzustand sein, ist aber in Ordnung."

    Den Ansturm entschuldigt der Präsident unter anderem mit der "intelligenten Idee" einiger Bundesländer, dass dank G 8 gleich zwei Abitur-Jahrgänge zuströmten. "Haben Sie Nachsicht, wenn wir zusammenrücken müssen oder wenn Sie mal einen Moment warten müssen."

    Und im November solle es erstmals einen Elternabend, pardon, Elterntag geben. Damit auch die Muttis und Papis der studentischen Neubürger das schöne Mainz kennen lernen. Ein einzelnes, aber umso beherzteres "Bullshit!" erntet der Chef-Prof, als er die Teilnahme am internationalen Ideen-Wettbewerb "Spirit of Gutenberg", bei dem bis zu 5000 Euro winken, bewirbt.

    Also dann: Viel Spaß beim Studieren in Mainz. Jochen Dietz

    Wieder Studentenrekord an Mainzer Uni erwartet
    Lokal Z-Campus
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Wetter in Mainz und Region
    Montag

    9°C - 15°C
    Dienstag

    12°C - 16°C
    Mittwoch

    10°C - 20°C
    Donnerstag

    11°C - 19°C
    Sporttabellen
    Radball

    Alle Sportarten, alle Ligen, alle Plätze im Überblick

    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach