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    ECE: Münster hat es Mainzern vorgemacht

    Mainz- Kann Mainz bei der Planung eines neuen Einkaufszentrums an der Ludwigsstraße etwas vom Projekt Stubengasse in Münster lernen? Zumindest, dass es entscheidend darauf ankommt, dass die Stadt klare Vorgaben macht, die vom Investor und den Architekten befolgt werden müssen.

    Die Ludwigsstraße.
    Die Ludwigsstraße.
    Foto: Bend Eßling (Archiv)

    Mainz -  Kann Mainz bei der Planung eines neuen Einkaufszentrums an der Ludwigsstraße etwas vom Projekt Stubengasse in Münster lernen? Zumindest, dass es entscheidend darauf ankommt, dass die Stadt klare Vorgaben macht, die vom Investor und den Architekten befolgt werden müssen. Das machte Matthias Fritzen vom Ahlener Architektenbüro beim Forum der Architektenkammer und des Werkbundes im Drusussaal auf der Zitadelle deutlich.

    Insbesondere die Herangehensweise der Stadt Münster fand positiven Anklang bei den Teilnehmern des Workshops. Das Projekt Stubengasse wurde bereits vor 20 Jahren geplant, aber mögliche Investoren schraubten die Qualitäten immer weiter herunter, berichtete Fritzen. Daraufhin rief Münsters Stadtdirektor vor etwa zehn Jahren Workshops ins Leben mit vielen Bürgergesprächen. Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Und darin stand sinngemäß auch: "Es ging nicht darum, die maximale Verkaufsfläche herauszuholen."

    "Wir haben uns bei unserem Entwurf an den vorhandenen öffentlichen Räumen orientiert", erläuterte Fritzen das weitere Vorgehen. Zunächst fiel die Entscheidung, in der Mitte rund um einen dort vorhandenen Baum einen Platz entstehen zu lassen. Dort werden inzwischen Veranstaltungen angeboten. Der Platz ist gepflastert, die Dachgräben sind begrünt. "Es ist ein lebendiger urbaner Ort geworden", ist Fritzen mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

    Entstanden ist ein 18 000 Quadratmeter großer Komplex. Davon stehen 10 000 Quadratmeter für Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss und im 1. Stock zur Verfügung. In den beiden Etagen darüber ist ein Hotel errichtet worden. Fritzen: "Das war der entscheidende Durchbruch." Nur mit Arzt- und Anwaltspraxen sei das Projekt nicht realisierbar gewesen. 320 Parkplätze entstanden in den zwei Tiefgeschossen.

    Die nächste wichtige Entscheidung sei gewesen, das benachbarte Parkhaus nicht abzureißen, wie zunächst geplant. Es wurde umgebaut und das größte Fahrradparkhaus Deutschland darin integriert.

    Die Stubengasse wurde voriges Jahr mit dem renommierten Deutschen Städtebaupreis der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ausgezeichnet. Begründung: "Hier wurde die letzte große Kriegsbrache in der Innenstadt von einer verkehrsbelasteten, für Wohnen wie Gewerbe unattraktiven Randzone in ein lebendiges Stadtviertel verwandelt." Armin Thomas

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