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Mainz

Der Wasserblick in Mainz ist bis zu 600.000 Euro wert

Es ist die Aussicht, die das Geld bringt. Bis zu 600.000 Euro legen betuchte Mainzer hin, um das abendliche Glas Wein auf der eigenen Terrasse mit Blick auf den Winterhafen und den Rhein zu genießen. Und von denen gibt es genug. Neun Häuser und 28 Wohnungen am Winterhafen hat das Mainzer Bauträgerunternehmen Fischer & Co binnen sechs Wochen an die Frau und den Mann gebracht. Weitere 120 Wohneinheiten werden folgen.

Schöne Aussicht: Markus Leykauf, geschäftsführender Gesellschafter des Bauträgers Fischer & Co (li.), und Prokurist Frank Röhr, genießen den Blick auf den Winterhafen in einem der neun Reihenhäuser, die schon im Spätherbst bezugsfertig sein werden. Nicht zuletzt des Ausblickes wegen waren die Objekte binnen sechs Wochen verkauft.
Schöne Aussicht: Markus Leykauf, geschäftsführender Gesellschafter des Bauträgers Fischer & Co (li.), und Prokurist Frank Röhr, genießen den Blick auf den Winterhafen in einem der neun Reihenhäuser, die schon im Spätherbst bezugsfertig sein werden. Nicht zuletzt des Ausblickes wegen waren die Objekte binnen sechs Wochen verkauft.
Foto: Harry Braun

Angesichts solcher Erfolgszahlen staunten auch der Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte, der FDP-Fraktionschef Walter Koppius und weitere Liberale, die am Winterhafen jetzt das Bauprojekt in Augenschein nahmen.

Am südlichen Winterhafen, nahe des Bootshauses, liegen die neuen Wohnungen und Reihenhäuser, von denen ein guter Teil noch in diesem Jahr vollendet sein wird. Bis 2014 ist die Bebauung komplett abgeschlossen.
Am südlichen Winterhafen, nahe des Bootshauses, liegen die neuen Wohnungen und Reihenhäuser, von denen ein guter Teil noch in diesem Jahr vollendet sein wird. Bis 2014 ist die Bebauung komplett abgeschlossen.
Foto: Harry Braun

Das in vier Abschnitte aufgeteilte Vorhaben nahe des Bootshauses komplettiert die Winterhafenbebauung, die an der Drehbrücke mit den Häusern der stadtnahen MAG vor einem Jahr ihren Anfang genommen hatte.

Weihnachtsfest im Winterhafen

Beim Rundgang mit den Liberalen zeigten sich der Geschäftsführer der Immobilien Treuhand Mainz, Reinhard Milferstedt, und der Chef des Bauträgers Fischer, Markus Leykauf, mit den Fortschritten mehr als zufrieden. Die künftigen Bewohner der neun Reihenhäuser im südlichen Bereich können das Weihnachtsfest schon im neuen Domizil mit Blick auf den Winterhafen verbringen.

Knapp 100 Wohneinheiten sollen 2013 bezugsfertig sein. Die Vollendung des letzten Bauabschnittes mit 54 Wohnungen ist für 2014 geplant. In Sachen Platzbedarf werden die unterschiedlichsten Wünsche erfüllt: Die Größenordnungen variieren zwischen 110 und 220 Quadratmetern.

Vermarktungsprobleme sind für Frank Röhr ein Fremdwort. Der Verlaufsleiter des Bauträgers Fischer berichtet von mehreren Anfragen pro Tag. Ganz klar: Die Aussicht ist das entscheidende Kriterium. Da stört auch die Bahnlinie nicht, die direkt hinter den Häusern liegt. Um unschöne Lärmbelästigungen zu vermeiden, werden alle Wohnungen mit schalldichten Fenstern ausgestattet. "Da ist es so ruhig wie im Gonsenheimer Wald", verspricht Prokurist Röhr.

Fremde Autos sollen die Ruhe ebenfalls nicht stören. Die Straße hinter den Häusern ist nur für Anwohner zugelassen. Selbst die Mitglieder des benachbarten Rudervereins dürfen sie nicht nutzen.

600 Quadratmeter Bürofläche geplant

In direkter Nachbarschaft zum Bootshaus plant die Firma Fischer zudem 600 Quadratmeter Büroflächen. Weitere Wohnhäuser wurden ihr von der Stadt nicht genehmigt.

Trotzdem hat der Immobilienmanager Milferstedt für die Stadt nur lobende Worte: "Die Zusammenarbeit mit Bauamtsleiter Günter Ingenthron und seinem Team klappt hervorragend."

Wirtschaftsdezernent Sitte erwartet, dass nicht nur die künftigen Bewohner von der Winterhafen-Bebauung profitieren werden: "Die Neugestaltung macht die Wasserlandschaft besser erlebbar und ist ein Mehrwert für alle."

Für Walter Koppius ist das große Kaufinteresse ein Beleg für den Bedarf an gehobenem Wohnraum. "Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir in Mainz weitere günstige Wohnungen brauchen", mahnt der FDP-Fraktionschef.

Thomas K. Slotwinski

Mainz
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