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    Bundeswehr-Sparliste: 400 Jobs in Mainz weg

    Der Bundeswehrstandort Mainz bleibt erhalten, allerdings massiv geschrumpft. Von den derzeit 810 militärischen und zivilen Dienstposten werden 400 übrig bleiben. Wer allerdings wann und wie davon betroffen sein wird, ist noch unklar. Fest steht nur: die alte Militärbäckerei in der Rheinallee, wo das Bundeswehrdienstleistungszentrum untergebracht ist wird aufgegeben.

    Nicht nur wie es mit der Kurmainzkaserne weitergeht, ist unklar.
    Nicht nur wie es mit der Kurmainzkaserne weitergeht, ist unklar.
    Foto: Harry Braun

    Mainz - Alle wissen jetzt dass, aber noch keiner wann und wie genau: Der Bundeswehrstandort Mainz wird gemäß dem gestern von Verteidigungsminister Thomas De Maiziere vorgestellten Bundeswehr-Stationierungsplan zwar nicht geschlossen, aber massiv verkleinert. Zumindest diese Katze ist jetzt aus dem Sack.

    Ansonsten sind die Informationen, die Brigadegeneral Jürgen Knappe, Stellvertretender Befehlshaber im Wehrbereich II und Mainzer Standortältester, gestern im Osteiner Hof verkündet, eher dürr. Und wenig überraschend, wie er selbst einräumt. Die derzeit insgesamt 810 militärischen und zivilen Dienstposten in Mainz werden auf 400 reduziert. Das Wehrbereichskommando II wird aufgelöst. Das sei schon länger bekannt. Vom Feldjägerbataillon 251 verbleibt lediglich eine Kompanie in der Kurmainzkaserne. Welche Soldaten und Zivilangestellten betroffen sind, ob und welche Liegenschaften frei werden, ist nach wie vor unklar. Dazu bedürfe es der Detailplanung. "Ich kann dazu nichts sagen. Ich weiß, es ist nicht viel, aber wir teilen unseren Soldaten und zivilen Mitarbeitern alles mit was wir selber wissen", erklärt Knappe.

    Fest steht nur: Das Bundeswehrdienstleistungszentrum in der alten Militärbäckerei in der Rheinallee wird aufgegeben. Wann? Unklar. Hier sind 160 Zivilbeschäftigte betroffen, im Wehrbereichskommando II sind es 40. Macht zusammen 200 zivile Bundeswehr-Menschen in Mainz mit ihren Familien. Die Soldaten dagegen können versetzt werden. Angelika Weckerling, Leiterin des Dienstleistungszentrums, verweist auf den Tarifvertrag, wonach es durch den Bundeswehr-Umbau zu keinen Kündigungen kommen darf. Versetzung? Vorruhestand? Wechsel in die "freie Wirtschaft"? Da seien nun die Personalplaner gefordert. "Äußerst unbefriedigend" sei diese Ungewissheit für die Zivilbeschäftigten, Soldaten und ihre Familien, so Angelika Weckerling.

    Knappe erklärt die dünne Informationslage mit noch fehlenden Detail- und Umsetzungsplänen. "Wie das Mainz umgesetzt werden soll, werden die kommenden Monate entscheiden." Und wieder: "Ich kann dazu leider nicht mehr sagen."

    Selbst Vertreter der Stadt Mainz hatten sich vom General mehr Erkenntnisgewinn erhofft und zeigten sich enttäuscht. Man ist hier sogar weniger schlau als vorher: Ursprünglich war überlegt worden, die Bundeswehrdienststellen in der Kurmainzkaserne zusammenzufassen, die GFZ-Kaserne aufzugeben. Da ging man aber noch von den 800 Dienstposten aus. Jetzt ist also wieder alles offen. Dabei hatte man so auf Konkreteres gehofft. Jochen Dietz

     

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